30. August 2010 von Erdge Schoss

Unvermittelt sollen Viktor Vaudeville, Jahrhundertchansonnier a.D., und der kasachische Hühnerdieb Marc Roberts Anwesenden auf einem Gelage in der Rheinhessischen Schweiz erschienen sein. Was schon wenige Sekunden nach dem Ereignis niemand mehr zu bezeugen in der Lage war.
Foto: KonFerenz
6. April 2010 von Erdge Schoss
… sind Candalaba und Moshammer für ein paar Tage in Lyon, um dort nicht nur die bekannte Wurst zu schmausen, sondern sich auch von Ostern zu erholen, das sie jeweils und ausschließlich ihren Lebensabschnittspartnerinnen widmeten.
… besucht Elke das Kloster “Zur garantiert unbefleckten Empfängnis”, um sich im Namen ihres Verlobten Lothar Macken vom Fortgang der Umbauarbeiten im künftigen Superpuff zu überzeugen. Jedenfalls offiziell. Inoffiziell trifft sie Erotikfilm-Starlet Bobečz “Longski Dongski” Freischwinger zur russischen Schlittenfahrt. Trotz Tauwetter.
… tut Viktor, was er schon über Ostern tat: nichts.
27. März 2010 von Erdge Schoss
Als Viktor Vaudeville erfuhr, dass ich wieder vor Publikum zu lesen gedenke, soll er einen Standaschenbecher mit Caramba durchs Panoramafenster in den Hof gefeuert haben. War es Freude, war es Glück?
Keine Ahnung. Am nächsten Tag jedenfalls war davon nicht mehr die Rede, weswegen ich über die Scherben auf dem Pflaster unweit der Geranien stillschweigend hinwegsah. Und auch Viktor war wie ausgetauscht und öffnete seine Schatulle, randvoll mit Empfehlungen.
“Um dir Desaster wie bei vorhergehenden Veranstaltungen zu ersparen, solltest du diesmal etwas dezenter dem Alkohol zusprechen. Während der Lesung eine Flasche Wein höchstens, maximal zwei. Und die Erfrischungsbiere zwischendurch: lass sie”, meinte er wohlwollend, während ich mit seiner ausdrücklichen Zustimmung das nächste Gebinde entkorkte.
Dann schwärmte er von den Herren Grob, Schmidt, Valin und Schneck, vor allem aber von Fräulein Poeller, die die Berliner Nacht unweigerlich zum Leuchten bringen werden. Und Herr Fitz, der Taubenvergrämer, soll auch da sein und anschließend den Titel der Veranstaltung tanzen wollen. Nackt.
Jour Fitz, Berlin/Sankt Oberholz, 17. April, 20 Uhr.
12. Dezember 2009 von Erdge Schoss

Artwork: Chillerstadt
Nach dem Ableben einer Wandergitarre, mehrerer Trommeln und einer bronzefarbenen Schalmei war mit dem Schlimmsten zu rechnen, doch alles wurde gut nach der Nacht, in der der Happy Fado aus der Taufe gehoben wurde. In Köln, Paderborn und Berlin.
Bald auch in Wuppertal. Und Mittelmeer, Nordsee oder Ostsee sowieso.
6. Dezember 2009 von Erdge Schoss
Herr Chillerstadt staunte nicht schlecht, als er die Tür öffnete und in den Doppellauf einer abgesägten Schrotflinte blickte, die sein Gegenüber in der linken Hand hielt, derweil die rechte mit einem Duftbäumchen wedelte und eine Stimme sagte: “So günstig wie heute waren die noch nie!”
Noch mehr als das Duftbäumchenangebot aber verblüffte Herrn Chillerstadt, dass er sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, in einen Spiegel zu schauen, denn ähnlicher als der Herr gegenüber konnte man Herrn Chillerstadt nicht ähnlich sehen. Was kein Wunder war, handelte es sich doch um den Cousin der Zofe des verstoßenen Sohns des vertriebenen Großmoguls von Kabardino-Balkarien, den alle Welt Gil Roberts nennt.
Und wenn er nicht Duftbäumchen verkauft, ist er ein Drittel der 3roberts, die als Kapelle des Jahrhundertchansonniers Viktor Vaudeville die Herzen entzücken. Manchmal auch mit hochgekrempelten Sakkoärmeln, gichtumflort auf zentraleuropäischen Flüssen mit der Schwester vom heiligen Nikolaus …

La voilà: die neunte Version – Dich (Offshore MoselVice Mix) von Gil Roberts!
2. Dezember 2009 von Erdge Schoss

Da fällt selbst Duttmaier jr. von Elektro Duttmaier der Fön ins Wannenbad. Hochgradig rhythmisch. Und ist das am Anfang nicht ein Ditscheridu, unter Wasser georgelt? Der sechste Remix von Vaudevilles Jahrhundertchanson. Von einem kasachischen Hühnerdieb, wie es keinen zweiten gibt, dem grenzgenialen Marc Roberts.
Artworks (schon wieder) vom fabulösen Herrn Chillerstadt.