Köln

Viktor Vaudeville ist entweder noch immer oder schon wieder sternhagelvoll. Und da die drei Herren Roberts nur kasachische Fahrlizenzen aus Esspapier besitzen, werde ich es sein, der den Tourbus lenkt – einen Zwölfsitzer aus Rost, Milchglas und Antikkunstledersitzen, der in den sechziger Jahren als Ausflugsvehikel eines holländischen Heizdeckenverkäufers seine Hochzeit hatte und nach anschließend langen Irrfahrten im vorderen Orient und auf dem Balkan, sowie gelegentlich massiver Zweckentfremdung, unter anderem als überirdischer Frischkäsekeller südlich von Delphi in den späten Siebzigern, wieder zurück nach Mitteleuropa fand, weil ein mazedonischer Hütchenspieler seine Schulden bei einem der Herren Roberts nicht bar begleichen konnte.

Gesetzt also der Fall, wir sollten die Fahrt überstehen, stehen wir am späten Nachmittag vor unserem Fünf-Sterne-Hotel, in dem Vaudeville vor wenigen Tagen und in besonders ausgelassener Stimmung gleich eine ganze Etage reservierte.

Nach ein paar Lockerungsgetränken werden wir uns am frühen Abend in die Weidengasse 21 begeben. Und dann kann’s ja fast schon losgehen im Raketenclub

7 Kommentare zu “Köln”


  1. Gibt es in Köln ein kasachisches Hotel, das aus mehr als einer ganzen Etage besteht und gleichzeitig länger als eine Stunde buchbar ist? Undenkbar großartig wäre das! Ich nehme die Etage darüber.

  2. Hr. Schoss, ich bin etwas, naja, sagen wir mal, baff. Gerade stehe ich auf, machte mir einen Kaffee und dachte über meinen Traum von letzter Nacht nach:

    Sie als Fahrer eines Zwölfsitzers inklusiver aller Gedecke auf der Autobahn unterwegs nach Köln, mir im Wagen auf der Nebenspur zuwinkend…. ich bin fäddich jetzt…. echt!

    Viel Spaß und viel Erfolg! Ihr rockt die Bude, da bin ich mir sicher!

  3. 3oliver

    auf der durchreise nch köln wird zunächst einmal bayer leverkusen weggehauen. was für ein tag.

  4. lieber schoss, auch wenns mich ja grad nicht gibt, ich bin in herz und hose freilich dabei! bestens, ihr russenschneck

  5. 5Franz v.Hahn

    —ich hoffe Victor kann zweimal hintereinander. Jung genug ist er ja noch.

  6. Einwandfreie Show, allererste Güte, Danke!!

    Die Reise aus dem Westfalen ins Rheinland hat sich gelohnt. Auch wenn ich kein Bier abgekriegt habe.

  7. Danke, dass Sie noch ein paar Sitze aus Ihrem Tour-Bus gerissen haben, damit wir alle einen Sitzplatz hatten um diesem Ohrenschmalz, äh, -schmaus zu erleben! Einen schönen Auftritt noch in Paderborn heute!

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