Keinkanzler: Dame auf Honolulu
Schlussspurt zur Keinkanzlerwahl. Wie nicht anders zu erwarten, ist Herr Fitz auf den Punkt platt. Apathisch starrt er die Raufaser an und kann sich nicht mal mehr die Schuhe selbst binden. Weswegen er es mit Slippern versucht, aber auch das geht schief. Kaum mehr als ein Schatten, erscheint er selbst Vertrauten wie ein mental maximalabwesender Nebendarsteller in einer missratenen Thomas-Bernhard-Inszenierung, die man mangels adäquater Attribute “interessant” nennt, weil “scheiße” sagt man nicht.
Kurzum: Höchste Zeit für die Kavallerie, die als Viktor Vaudeville & Les 3roberts aus den Kulissen kracht. Wieder mit einer, der dritten und letzten Jahrhundertkomposition zu Ehren von Herrn Fitz, Keinkanzler schon jetzt und wohl auch in spe: Mühle auf, Mühle zu!
Mit dem ersten menschlichen Taubensolo der Weltmusikgeschichte!
Transkontinental eingesungen von Vaudeville in einem Telefonhäuschen im nordafrikanischen Algier, wo er sich seitdem in Polizeigewahrsam befinden soll.
Weil Herr Fitz Keinkanzler werden muss!







Ein echter Fuchs, dieser Herr Fitzelchen! Wenn er das weiter so apathisch durchzieht, hat er die Katze im Sack.
Sackzement, dann issers: Keinkanzler.
Und nett, werter Herr Schoss, ist die kleine Schwester von Scheisse!
Yeaahhh,
f.c.
Ich stand auch einmal in einem Telefonhäuschen in Nordafrika.
Und wer, bitte, hinterlässt jetzt hier für uns in Korgalzhyn die Kaution?! Ist langweilig hier in der Zelle.
Wie gewohnt überwältigend und sinnesvernebelnd, dieser Viktor. Herr Fitz kann mich übrigens gar nicht enttäuschen, denn ich habe mir für Sonntag extra keine Zeit für die Keinkanzlerfeier genommen.
Meine Nicht-Stimme hat er eh schon. Trotzdem noch: Toi, toi, toi!
Ich glaube, ich habe mich gerade verliebt, Herr Schoss.
Und nicht nur, liebes Fräulein Cinderella, die Katze.
Das, werter Herr Latschen, muss unglaublich spannend gewesen sein.
Oha, werte Herren Roberts, da scheint ja mal wieder einiges schief gelaufen zu sein. Ihr Grüßonkel, der Beinahbekannte der Zofe des verstoßenen Sohn des vertriebenen Großmoguls von Kabardino-Balkarien hat sich mit der Kaution angeblich nach Zapovednik begeben. Von Korgalzhyn wusste er nichts.
Womit Ihnen, werter Herr Inishmore, nach dem niederschmetternden Praktikum der Posten als Keinminister praktisch schon sicher sein dürfte.
Und genau darauf, liebe Frauvivaldi, werden wir jetzt keinen heben!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Um Himmelswillen, liebe Frau von Schweden! In wen?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Werter Herr Schoss,
will die verehrte Frau Keinkanzlerin auch nicht kandidieren ?
Verwirrt Ihr
Dr.Übelhöhr
bücken sollte mindestens einmal am tag drin sein. auch für die herren, auch in köln, auch aus gesundheitlichen gründen. deswegen plädiere ich ganz entschieden für schnürschuhe. die raufaser kann bleiben und ist aus medizinischer sicht vollkommen ausreichend.
Herr Schoss, ich muss gestehen, jetzt freue ich mich doch kein bißchen!
Sehr geehrter Herr Schoss,
ich flieg nach Malle!
Ihr Walter Waßmuth
“Active content removed” – Die gönnen einem aber auch kein bißchen Spaß hier im Arbeitsknast. Herzlich und dank Vorfreude trotzdem gut drauf, ihr Fräulein Johanna
Könnt’ mir vorstellen, dass er’s am Ende echt nicht schafft!
ich sach’s ja, das savoir vivre kann nur der keinkanzler. genauso wie keinkind kriegen.
Gestern abend gab es Täubchen. Delikat.
Sehr geehrter Herr Schoss,
nach dieser Melange aus Edgar-Wallace-Suspense-Melodie, Ton-Tauben-Imitat aus dem Hause Grimm und “Pogo in Togo” (Halma in Palma??) bin ich zuversichtlich, dass es nun echt nichts wird. Aber echt nicht.
Mein Vorschlag für eine Befreiung von Vaudeville: Brunners Mofa auf Sahara-Beige umlackieren, Brunner selbst farblich passende flotte Bermuda-Shorts anziehen und ab mit ihm auf die Fähre Malaga – Melilla. Dann noch irgendwelche Instruktionen brabbeln “…geheime Mission…”, “…Ehre der Nation und aller Musikschaffenden lastet auf ihren Schultern…” und “…Angriff im Morgengrauen…”. Das sollte für den Kradmelder von den Naturisten-Pfreunden doch Motivation genug sein, oder?
Falls dieses geniale Vorhaben dann doch wieder einmal den Bach runter geht und Brunner sich in irgendeinem Beduinen-Zelt bei der Anreise verfährt, muss sich Vaudeville eben selber freisingen. Oder er muss die nordafrikanischen Ordnungshüter mit seinem ihm innewohnenden Charme becircen.
Bitte keine Details
Banquo
Davon, werter Herr Dokter, können Sie ausgehen.
Die Raufaser, werter Herr Sanitätsratsvorsitzender, wird wohl auch bleiben. Und zwar: bleiben müssen, da Herr Fitz auch jenseits der Apathie für Arbeiten wie diese vollkommen untauglich zu sein vorgibt.
Was Sie, werter Herr Inishmore, umso mehr zur Idealbesetzung macht.
Nach Malle, werter Herr Waßmuth! Sie Teufelskerl!
Ist, liebes Fräulein Johanna, Vorfreude nicht die schönste?
Und was, werter Herr Winkelsen, wenn doch?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Wenn hier, liebes Fräulein Pssst!, irgendeiner kein bisschen kann, dann der Keinkanzler.
Auf einem Spiegel, werter Herr Benedetto, von Spätburgunder-Reduktion oder einfach auf die Hand?
Womit, werter Herr Banquo, das Furioso des Jahrhunderttriptychons ja seinen Zweck mehr als erfüllt hätte, was Vaudeville zwar erst einmal nichts hilft, aber in Algier soll ja – Gefängnis hin, Gefängnis her – immerhin das Wetter schön sein. Wenig hilfreich in dieser Angelegenheit dürfte Brunner sein, da es weder von Brunners Mofa noch von Brunner selbst derzeit eine Spur gibt. Seit der Sichtung in Düsseldorf scheint er wie vom Erdboden verschluckt.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss