Du Fickificki

Und es geht gerade so weiter, immer und immer wieder dasselbe. Rein, raus, raus, rein. Jetzt aber anders. Denn diesmal geht es um Kunst. Kunst von zeitloser Schönheit, wie sie die Welt vielleicht noch nie gesehen hat. Kunst, die das Herz erfreut und die Seele hüpfen lässt. Hops.

Es geht um das sagenumwobene Plakat zum Film, der in Polen derzeit für dramatische Szenen vor Lichtspielhäusern sorgt. Junge Menschen, alte auch, die ihren letzten Zloty aus dem Innenfutter ihrer Unterbekleidung reißen und auf den Tresen hauen, um den vielleicht heißesten Streifen aller Zeiten hautnah mitzuerleben. Ein Streifen, erdacht von einem der derzeit vielleicht innovativsten Erotikfilmdrehbuchschreiber zwischen Aachen und Bialystok, meinem Nachbarn Günther.

So weit, so fantastisch, wäre da nicht die polnische Mangelwirtschaft, die auch im Zeitalter der grenzüberschreitend europäischen Annäherung noch lange nicht vom Tisch ist. Besonders gebeutelt: das Plakatwesen, ohnehin traditionell mangelwirtschaftsseits gebeutelt, das auch weiterhin den (leeren) Beutel hinhalten muss. Weswegen nur ein einziges, ich wiederhole: ein einziges, Plakat zum Film existiert. Und das Scheißding kam auch noch abhanden, weil in einem Lieferwagen aufbewahrt, der der großen polnischen Leidenschaft nach unbegrenzter Mobilität folgend, von Unbekannten entwendet wurde.

Und wäre da nicht ein albanischer Trockenschaumhändler in Geldnöten sowie einer der vielleicht einflussreichsten Drahtzieher überhaupt gewesen, das Plakat hätte niemals wieder das Licht der Welt erblickt. Dem wunderbaren Ettore Schmitz verdankt es die Welt, dass diese Kunst nicht dem Vergessen anheim fiel. Gepriesen seien Sie in der Höh, Sie Teufelskerl.

4 Kommentare zu “Du Fickificki”


  1. 1Erdge Schoss

    FrauvonWelt / Website (4.6.07 09:42)
    Wenn schon das Plakat in unseren Landen weilt, wann, werter Herr Schoss, kommt denn der Film zu uns? Und überhaupt, Sie kennen doch den Günther gut, kriegen Sie vielleicht Freikarten?

    Scheibster / Website (4.6.07 10:28)
    Mit Verlaub, Herr Schoss: Wie geil ist das denn?

    Mein Kompliment an Herrn Schmitz. Das Plakat hat meinen Wochenstart gerettet. Ich werde es ausdrucken und in meinem Labor aufhängen.

    Dr. Walter Waßmuth (4.6.07 12:53)
    Das ist ja meine Mutter!

    Erdge Schoss / Website (4.6.07 14:15)
    Liebe FrauvonWelt, der Film soll in Kürze auch hierzulande in ausgewählten Spielstätten aufgeführt werden. Freikarten sind nicht vonnöten, eventuell kommen Sie mit Verzehrbons weiter.

    Werter Herr Scheibster, Sie werden es kaum glauben, aber ich war ähnlich überrascht, als ich dieses Jahrhundertwerk zum ersten Mal sah. Es ist wirklich ein Prachtstück, das jedes Labor, das etwas auf sich hält, schmücken sollte.

    Werter Herr Waßmuth, das ist aber schön. Bei welcher der drei Herrschaften handelt es sich denn um Ihre werte Frau Mutter?

    Dr. Walter Waßmuth (4.6.07 14:22)
    Der Schrubber rechts.

    Erdge Schoss / Website (4.6.07 14:58)
    Werter Herr Waßmuth, meine Verehrung. Ihre Frau Mutter scheint eine durch und durch optimistische Person zu sein, die auch der ein oder anderen Kapriole nicht abgeneigt zu sein scheint.

    Ettore Schmitz / Website (4.6.07 17:48)
    Wronki heißt also Waßmuth auf deutsch, Potztausend, da wäre ich nicht drauf gekommen Herr Dr. Waßmuth, und natürlich auf Ihre werte Frau Mama, den Schrubber, ebensowenig, gleichwohl ich mich ein wenig wundern muß, nachdem sich ja Ihre ohnehin angenehme Eintracht mit Frau von Welt sogar in Richtung Traulichkeit gewandelt hat, dass Sie uns so langsam eine gewisse Dam-Abwertung spüren lassen, ich denke neben dem Mutterschrubber auch an die Schwiegermutterkräuterhexe. Soll man das als bedenklich einordnen, lieber Waßmuth? Nee, nö?
    Dann is ja gut. Nehmen wir ein Kräuterfrau – Melissengeist, der hat schon Legionen von Senioren gut über den Jordan geleitet. Pardon: Styx.

    Übrigens, Herr Prof. Scheibster: nicht ich bin verantwortlich für das schöne Filmplakat, sondern unser aufmerksamer Carl von Steinsberg, der es dem bereits erwähnten belgischen Trockenschaumhändler abgefeilscht hat, zusammen mit einem kleinen Lieferwägelchen aus Hartplastik. Vielleicht wars auch Briskoll, glaub ich aber fast nicht. Der hätte so ein schönes Plakat sicher nicht für Umme rausgerückt und unser Herr Gschoß hätte sicher nix dafür bezahlt, bestenfalls was in Zahlung gegeben. Seinen Ruf zum Beispiel. Insofern: musste das mal nur kurz geklärt werden.
    Schade eigentlich – aber das Leben ist grausam, bis man entdeckt, wie’s auch ganz anders geht. Andersrum. Volle Kanne.
    Herr Schoß: da haben Sie wahrlich einen feinen Coup gelandet. Womöglich.

    Frauvon Welt, darf ich Ihnen meinen Arm anbieten beim Einschweben über tiefrotem Samt ins Lichtspielhaus?
    (Nein, dies ist kein Link. Einmal muß man ja auch zu Fuß “gehen”…

    Herzlichst Ihr
    Plakettore Schmitz

    FrauvonWelt / Website (4.6.07 19:37)
    Ettore Schmitz, ich bin entzückt. Mit niemandem würde ich mir dieses filmische Vergnügen lieber antun als mit Ihnen. Vorab holen wir uns die Champagnerbons des Herrn Schoss und dann lassen wir uns mal so richtig zu Fuß “gehen”. Da hab ich Sie doch jetzt richtig verstanden!

    Erdge Schoss / Website (4.6.07 20:29)
    Liebe FrauvonWelt, werter Ettore, ihr Dialog unter dem Dach dieser stimmungsvollen Überschrift: Dass ich das noch erleben darf …

    Und wenn man dem untenstehende Codewort glauben darf, wird wohl zum Schampus Gyros serviert.

    FrauvonWelt / Website (4.6.07 23:44)
    Mein lieber Herr Schoss, seien Sie froh, dass hier überhaupt noch dialogisiert wird. Bei den Bild gewordenen Anreizen, die Sie hier schaffen, möchte man ja ganz andere Dinge tun.

    Ettore Schmitz / Website (5.6.07 08:30)
    Herr Schoß!
    Sie sind mir aber einer!
    FrauvonWelt, haben Sie das gelesen? Ist er nicht einer?
    Güte Güte.
    Herr Schoß, Herr Schoß, Sie sind mir aber einer.
    Tsiss. Fickificki. Grundgültiger!
    Herr Schoß, Herr Schoß.
    Das wird wieder ein Tag heute – gnadiös!

    Ettore

    P.S. FrauvonWelt, Sie haben mich, wie ja fast meist, hervorgeragend gut verstanden.

    Erdge Schoss / Website (5.6.07 08:52)
    Liebe FrauvonWelt, werter Ettore,
    wenn ich helfen kann, dann helfe ich gern.

  2. 2Jesus Latschen

    Ich glaube, diesen Film würde ich auch einmal gerne sehen.

  3. So ein Zufall: sprachen wir nicht gerade heute von dem neuen Internetportal “w-f-w” ?!

  4. 4Erdge Schoss

    Ausgezeichnete Idee, werter Herr Latschen, Günther hat Ihnen fürs kommende Wochenende im “Amigo Club” ein Separee reserviert, wahrscheinlich mit Amika Wronki.

    Vroni Vox, werter Herr KonFerenz, und Bobečz “Longski Dongski” Freischwinger sollen auch schon ganz aus dem Häuschen sein!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

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