Fickificki im Schbricz-Schbradcz!
Halleluja! So eine Sause hat die Welt noch nicht gesehen! Sie kamen alle zur Silvesterparty des schon zum Richtfest heißesten Erotikclubs Kontinentaleuropas, wahrscheinlich sogar Polens.
Und wären im Morgengrauen (aufgrund eines obligaten Handwerkerfehlers) nicht die Sicherungen in der Sauna durchgeknallt, würden sie immer noch feiern, bewusstlos vor Lust – im Kloster “Zur garantiert unbefleckten Empfängnis”, das ab sofort phosphorgepimpt und unter neuem Namen als Schbricz-Schbradcz zentraleuropäische Bordellgeschichte zu schreiben gedenkt.
Während pünktlich zum Feuerwerk Geschäftsführung, Prominenz, Würdenträger und Go-Go-Girls Günther, den Inhaber und Initiator, in einer gläsernen und randvoll mit Champagner gefüllten Badewanne gautschten (genau: jenen Günther, einst Küster und mein Nachbar, bevor er hinaus ging in die Welt mit Drehbüchern im Koffer, um den osteuropäischen Autorenfilm zu revolutionieren und nun messiasgleich verehrt wird), vermisste der frontalalkoholisiert umnebelte Lothar Macken (einer der Geldgeber) für Augenblicke seine Verlobte, Elke, hatte sie im nächsten Moment jedoch schon wieder vergessen, weggespült vom nächsten Wodka-Tsunami, der ihm senkrecht vom Maul in den Magen und hoch ins Hirn (und mutmaßlich bis über die Stratosphäre hinaus) schoss.
Ganz anders Bobečz “Longski Dongski” Freischwinger, der in derselben Sekunde und im Vollbesitz seiner Lendenkraft eben jene Elke im Gesindehaus am anderen Ende des Areals (und jahreszeitgemäß vorbildlich) von den Vorzügen einer russischen Schlittenfahrt überzeugte.
Cineastischer Höhepunkt aber war die Aufführung des Jahrhundertwerks Fickificki der maximalgenialen Regielegende Wlodzimierz Jabbacekski, das hier erstmals in der ungekürzten Originalfassung gezeigt wurde. Manche Szenen sogar live. In den Hauptrollen: Urszula Zgbimydz als Hydra mit den neun Dingern und grenzgymnastisch voll auf der Höhe sowie Kazimierz Lowanski als Humba Wumba, der sich den Limbo tanzt.
Weiß der Teufel, wer sich so einen Scheißdreck ausdachte, aber der Erfolg gab allen Beteiligten recht, wie selbst der Generalvikar des Bischofs eingestand, nach gnädiger Fürbitte von Erotikikone Vroni Vox auf dem Backseat seines Cadillacs.
Ich war übrigens nur für die Getränkeauswahl zuständig.



Wieviele Flaschen Champagner passen denn in so eine Badewanne, werter Herr Schoss?
Gibt es Fickificki auch auf Video, Herr Schoss?
Toll, von den besten Feiern hört man halt immer erst danach. Aber wenigstens ging Ihnen das diesmal auch so, Herr Schoss. Schön, dass Sie sich hier wieder blicken lassen
Herr Schoss,
schön, dass Sie wieder da sind. Nicht so schön ist der Zustand meines Freundes Tobé Ornotobe. Völlig übereilt hatte der zu Silvester einen Feuerwerksverleih aufgemacht. Es sieht so aus, als hätten viele der Kunden die Leihgaben einfach in die Luft gesprengt.
Wieimmer,
bna
Sie, Herr Schoss,
haben die 260 Złoty von Bobečz Freischwinger, die er mir noch schuldet (so eine Import-/Export-Geschichte), doch bestimmt entgegengenommen, oder?
Danke schonmal viele Grüße aus Kraków (Top č-LAN hier!),
Winkelsen
Piccolo oder Magnum, werter Herr Schmidt?
Günther, liebe Frau von Schweden, ist alles zuzutrauen.
Mindestens, werter Herr Kaal, genau so schön, dass Sie sich wieder tummeln.
Sie, werter Herr Banana, sollten Herrn Ornotobe ins Gewissen reden, ansonsten wage ich zu prognostizieren, oder: anders gefragt: Auf wen hört er denn sonst?
Freischwinger, werter Herr Winkelsen, meinte, Sie hätten die Złoty “längst abgewohnt”. Aber ich kann mich auch verhört haben …
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Lieber Herr Schoss,
Urszula Zgbimydz habe ich ja damals noch bei einer Matinee im Seniorenstift “Herbstflaum” in einem Meisterwerk von R.W. Fassbinder (also nicht der aus der Sportschau) gesehen. Sie spielte dort eine nymphomane Dentalchirurgin, welche an der unerwiderten Liebe zu ihrer Sprechstundenhilfe, gespielt von Hanna Schygulla, zerbricht. Ach ja, die Gesellschaft war auch irgendwie schuldig.
Die Vorführung musste allerdings abgebrochen werden, da einige Bewohner des Stifts nach ca. drei Stunden die dichte, aber behutsame Inszenierung nicht mehr aushielten und begannen sich die Schläuche ihrer Katheter um den Hals zu wickeln. Soll an dem Abend noch ein großes Hallo in der Urologie des nahegelegenen Kreiskrankenhauses gegeben haben.
Ich freue mich auf jeden Fall, dass Urszula den Sprung in das polnische Autorenkino geschafft hat, habe sie auf dem Plakat gleich wiedererkannt und würde mich freuen auf ihrem neuen Weg wieder mehr von ihr zu sehen (z.B. mit Salma Hayek).
Vroni Vox kenne ich nur vom Hörensagen
Banquo
Ich bin fick und fertig.
Dann, werter Herr Banquo, sollen Sie nicht länger darben: Fräulein Vox ist weder der Herr links noch der in der Mitte …
Das, werter Herr Grob, meinte Limbogott Lowanski angeblich auch.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Columbo, werter Herr Schoss.
Mutter!
Hallo Herr Schoss,
herzlichen Dank, das wäre aber nicht nötig gewesen…!
Wirklich, das war wirklich nicht nötig.
Hoffentlich habe ich dieses Bild bald vergessen…
Wenigstens rasiert war es
Banquo
Kenne ich, werter Herr Schmidt, ein toller Typ.
Um Himmelswillen, werter Herr Waßmuth, wer?
Das Bild, werter Herr Banquo?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Der Schrubber rechts.
Nein, das Vroni…
Richtig, werter Herr Schoss, das ist ein Scheißdreck im Gegensatz zu Ihrer letzten Spontanparty, die hier nicht unerwähnt bleiben sollte!
Heilandszack,
f.c.
die getränkeauswahl, herr schoss? super! vor allem der spermatrollinger aus kaliningrad!
herzlich, ihr schneck
Ich war zum Heiderosenflechten im Harz. War auch herrlich.
OMG!!!! hr. schoss, das war doch sicherlich nur eine nebentätigkeit von ihnen, oder?
Wenn das, werter Herr Waßmuth, kein Grund zum Feiern ist!
Wegen der Kollegen, werter Herr Banquo, oder wegen der Perücke?
Ich hoffe, liebes Fräulein Cinderella, Sie haben die Fotos verbrannt.
Ich bitt Sie, werter Herr Schneck, so was gibt’s doch nur im Puff!
Brockengipfel und Bodeschlucht, werter Herr Markus, Karsthöhlen und Oberharzer Wasserregal. Wer braucht da noch Billy?
Und, liebes Fräulein Pssst!, ehrenamtlich obendrein.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Oh, ich höre gerade aus der Regie: Es war doch eher Krabbenpulen in Kärnten. Und Achselhöhlen statt Karsthöhlen. Aber mit Billy und den Kids, ja.
Ein Klassiker! Hehe…