Hessenwahl: Super CDU

Pünktlich zur Krönung präsentiert die Kaiserpartei die neue Siegeshymne. Mit der Komposition war ursprünglich der Jahrhundertchansonnier Wigald Musenacker beauftragt worden, der jedoch nach seiner Namensänderung als “Viktor Vaudeville” wegen der neuen Asyl- und Rassegesetzbestimmungen untragbar geworden war.

Wie es der Zufall wollte, entdeckte ein gewisser Crisp Roberts die von Vaudeville dem Müll überantwortete Absage. Woraufhin er sich unverzüglich mit seinen kasachischen “Brüdern” Cross und Dip Roberts in ein vorrangig von russischen Exilanten frequentiertes Lokal zurückzog und dort gemeinsam mit der volltrunkenen Belegschaft sowie großen Teilen der Gästeschar ein Lied wie Donnerhall komponierte und sofort zu Gehör brachte.

Noch in derselben Nacht wurde das Machwerk unter betrügerischer Umgehung aller gesetzlichen Bestimmungen ausgewählten Mitgliedern der Kaiserpartei als “astreinrassiger Scheißdreck” vorgeführt.

Unter fast nicht erwähnenswerter Androhung von Waffengewalt erklärte die hessische Abordnung der Kaiserpartei das Machwerk im selben Atemzug zur neuen Kaiserkrönungshymne, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Kiel bis Kempten aufs Grammophon zu hauen ist.

24 Kommentare zu “Hessenwahl: Super CDU”


  1. erinnert mich ein wenig an den song “super-duper schubidu” des großartigen liedermachers und seilchenspringers pipika ka. abgekupfert?

  2. 2Silvia von Schweden

    Jetzt passen Sie auf, Herr Schoss, ich kann nämlich auch fett:
    ein Jahrhundertwerk!

  3. Und ich dachte immer, nur dass die CSU …

  4. 4Silvia von Schweden

    Was sich, Herr Schoss, erst beim mehrmaligen Hören erschließt: Es ist so unglaublich … sensitiv.

  5. 5banana

    Hallo Herr Schoss,

    leider bin ich Sonitarier, d.h. ich höre keine Musik. Sonst hätte ich auch was dazu sagen können. Wahrscheinlich nur gutes.

    Entwöhnt,
    bna

  6. 6Erdge Schoss

    Wenn ich Ihnen eine Empfehlung geben darf, werter Herr Grob: Lassen Sie das keinen der Herren hören, sonst ist hier der Teufel los und jeder Palast zu klein.

    Das, liebe Frau von Schweden, werden die Herren sehr, sehr gern hören.

    Straff organisierte Quasimonarchien, werter Herr Dan, gibt es auch jenseits von Bavaria.

    … und das selbstverständlich auch!

    Gutes, werter Herr Banana? Es ist … Fräulein Silvia sagte es ja bereits …

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  7. Schoss, Schoss, Schoss!

    so langsam treiben Sie es aber ein wenig zu bunt. Erst retten Sie die CDU aus der ihr schwanenden Oppostion, dann machen Sie den Koch zum Gärtner und König von Gottes Gnaden (Ein Titel, den Sarkozy ihm wohl ohne mit der für 30 000 Euro geschminkten Wimper zu zucken streitig machen würde) und jetzt das? Das ist – erlauben Sie mir den Kraftausdruck – die brutalstmögliche Parteihymne.

    Aber schließlich gilt auch in der Hessen-CDU: Der Fisch stinkt vom Koch her…

    In diesem Sinne brutalstmögliche Grüße

    Ihr Jean

  8. 8Erdge Schoss

    Ob Herr Sarkozy, werter Maitre Jean, derzeit für solche Nachrichten überhaupt empfänglich ist, wage ich angesichts seines turteltaubesken Treibens zu bezweifeln. Und genau darauf scheint Herr Roland zu spekulieren, der bereits seinerzeit als mittelhessischer Regionalrasenschachmeister seine strategischen Talente unter Beweis zu stellen versuchte. Woran Sie übrigens auch sehen, dass nicht ich es war, der ihn zum Gärtner machte.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  9. Welch lieblicher Gesang traf da auf meine Ohren? Leider würde erneutes Lauschen dieser phantastischen Melodei nichts als Verdruss bringen, denn das hartnäckige Piepen, das mich seitdem ein wenig verunsichert, zerstört jegliche Harmonien.

  10. Bomben Nummer, Herr Schoss!
    Sie glauben nicht, wie ICH mich auf das Video freue!

  11. 11Erdge Schoss

    Lieblich, liebes Fräulein Meise, das war das Wort, nachdem ich all die Zeit suchte.

    Besten Dank, werter Herr Winkelsen. Und ich mich erst, denn das Video hätte der Hammer werden können, wäre der Kameramann nicht schon während der ersten Strophe von einer in der Begeisterung des Augenblicks abgefeuerten Stalinorgelsalve getroffen worden, was er zwar überlebte, die Kamera aber nicht.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  12. Ergebendsten Dank, rechter Herr Schoss. Vor allem die gefühlvolle Koda ist mir in die morschen Knochen gefahren und hat mich zumindest halbseitig wieder aufgerichtet.

    Zitternden Gruß aus Kempten

    Jawoll

  13. Wie wär’s noch mit “zart betörend”?

  14. 14Erdge Schoss

    Wenn, Eure Eminenz, die Herren Roberts nebst Beisitzern erfahren, dass ihr Jahrhundertwerk auch noch Heilwunder vollbringt, drehen sie völlig durch, die kasachischen Hühnerdiebe.

    Sie gehören ins Feuilleton, liebes Fräulein Meise, und zwar ins beste, das die Republik zu bieten hat.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  15. Oh, war das eine Drohung?

  16. 16Erdge Schoss

    Was heißt denn Drohung, liebes Fräulein Meise, lehnen Sie eine solch ehrenwerte Beschäftigung etwa ab?

  17. 17Dr. Walter Waßmuth

    Sehr geehrter Herr Schoss,
    Sie können nicht vorstellen, was mir heute passiert ist. Ich hab mir das Zahnfleisch zerschnitten, ich Depp. Genau so ist das passiert: beim Nachdenken. Über irgendwas, schon vergessen. Auf jeden Fall saß ich so da am Schreibtisch und kuckte aus dem Fenster. Während ich so am Nachdenken war, muss ich mit dem Finger vom Zahn abgerutscht sein.
    Naja, so hatte ich wenigstens einen guten Grund, mich von der Abteilungsleiterkonferenz abzuseilen, die irgendein Hirnloser auf Freitagnachmittag gelegt hatte. Für den Blödhammel ist das Jahr gelaufen.
    Weil mich das alles dermaßen konfus gemacht hat, hab ich auch noch die Schlüssel hier liegen lassen, weswegen ich nochmal ins Büro musste nach dem Zahnarzt. Aber darauf kriegen Sie Brief und Siegel: Das war das letzte Mal in 2008, dass ich freitags um die Uhrzeit hier im Ministerium rumturne.
    Ihr Walter Waßmuth

  18. Wertester Herr Schoss!
    Ich bezweifle zuhöchst, dass ich dieser Aufgabe gewachsen wäre!

  19. Welches Feuilleton ist denn Ihrer Meinung nach das beste??

    (Und – oh Schreck: ich musste oben bei Ihnen tatsächlich nachgucken, wie nochmal “Feuilleton” geschrieben wird, ich war mir da unsicher. Sagt das nicht alles???)

  20. 20Erdge Schoss

    um Himmelswillen, werter Herr Waßmuth, das tut ja schon beim Lesen weh. Ich hoffe, dass es beim corretto nicht zu sehr schmerzt. Gute Besserung ins Regierungsviertel.

    Sehen Sie’s, liebes Fräulein Meise, metaphorisch: Das beste ist nach meiner bescheidenen Meinung jenes, dass Ihre Worte ernst nimmt, fürsorglich mit ihnen umgeht und Sie gut bezahlt.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  21. Na, ein metaphorisches Feuilleton, ob sich das finden lässt?

  22. 22Erdge Schoss

    Ohne Zweifel, liebes Fräulein Meise, es braucht nur etwas Geduld.

  23. Aah, Geduld.
    Ich setz mir gleich mal ‘nen Tee auf…

  1. Der Kaiser von Hessen…

    Thorsten Obümbel, der als Obümbel I. Kaiser von Hessen hätte werden können, will nicht mehr Kaiser von Hessen werden.
    Grund: eine obskure Kaiserkrönungshymne, die Obümbels Hofkapellmeister von drei kasachischen Hühnerdieben als “komplett …

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