Böen
19. Januar 2008 von Erdge Schoss
Es ist früh am Morgen. Sehr früh. Walter Serge hält einen Becher mit lauwarmem Kaffee in den Händen, sitzt am Fenster und schaut den vorbeiziehenden Wolken zu.
Wo kommen die her?
Wo wollen die hin?
Unglaublich …
Auf dem Becher steht “Love”.




Verflixtes Pech dass Walter Serge nicht vor offenem Himmel in der Westsahara sitzt. Dann wäre der Kaffee noch heiß. Und jeder Schluck würde knirschen…
Schön, dass es dem Herrn Serge nicht so geht wie mir. Er ist philosophisch, bei mir kommen bei Böen immer die pragmatischen Gedanken zum Tragen.
Soll ich es wagen und Wäsche auf dem Balkon aufhängen? Bei 13 Grad und Wind müsste die eigentlich hervorragend trocknen. Und sie wird auch nicht bretthart!
auf meinem kaffeebecher steht “küko lopgen biere”. das ist wohl finnisch und heißt – so viel ich weiß – “kommt der morgen durch die türe, begrüße ihn mit einem biere”, oder so etwas in der art. mein finnisch ist ziemlich schlecht.
Bei Böen denke ich an Böenkaffee.
Wie der wohl schmeckt?
Ich komme aus dem Allgäu und möchte bei der bettlägerigen Frau Anna Nühm einen Krankenbesuch abstatten, komme jedoch nicht mehr auf ihre Seite. (Lädt nur etwa zu Zweidrittel hoch). Ihre Mailadresse habe ich verluscht.
Any Leidenskollegen around?
Grüße von der Bahre ans Bett.
Liebeskummer, der Walter Serge! Vielleicht noch einen Schuss Grappa in den Becher dann wird daraus Melalkoholiie…
Und so, werter Herr Rick, sitzt das Sparbrötchen bei frischen Temperaturen ein paar tausend Kilometer weiter nördlich. Aber wenigstens leidet der Zahnschmelz nicht.
Ideale Bedingungen, liebes Fräulein Pe: die Sonne scheint, der Wind weht mäßig von Südwest.
Ausgezeichnet, werter Herr Grob, denn der finnische Morgen ist in der Tat ein derber Gesell, dem Sie mit als Latte soundso etikettiertem Schmutzwasser nur mäßige Freude bereiten.
Böenkaffee, werter Herr Parker, ist eine extrem verdünnte Variante des ohnehin schon extrem dünnen Blümchenkaffees und zählt, homöopathisch betrachtet, zu den konzentriertesten Kaffees überhaupt.
Der Kurier, Hochwürden, hat’s von hier nach da gebracht. Ich weiß es nur zu gut, denn der Kurier war ich.
Walter Serge, werter Herr Dan, hätte wohl keinen Moment gezögert, wäre seine Apotheke an diesem Morgen besser sortiert gewesen …
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
herrn walters fragen sind leicht zu beantworten:
fenster auf, zeigefinger nass gemacht und prüfen, woher der wind weht.
Sehr gut. Was war drin in dem Becher?
@Opa,
danke für die Krankengrüße! Dank des werten Herrn Schoss funktioniert hier eine lückenlose Postübertragung.
Herzliche Genesungswünsche auch von mir ins Allgäu! Gute Besserung,
wünscht Anna
Auf meinem Becher steht “Becher”. Irgendwie mache ich immer etwas falsch!
Herzlich
Ihre Anna
Derart pragmatisch, werter Herold, hat es Walter Serge wahrscheinlich noch gar nicht gesehen.
Was drin war, werter Herr 404? Da sich noch immer lauwarmer Kaffee in der Tasse befindet: Wahrscheinlich die obere und vormals heiße Hälfte. Wie Herr Dan meint, wahrscheinlich aufgesprittet.
Becher, liebes Fräulein Anna, auf welchen “Becher” steht, machen es auch begriffstutzigen Gästen leicht, das richtige Porzellan aus der Anrichte zu fingern.
Ein Beispiel:
“Du, Randolph?”
“Ja, Erika?”
“Kannst du mir mal eben den Becher da …”
“Meinst Du die Tasse?”
“Nein, den Becher.”
“???”
“Da, wo ‘Becher’ draufsteht, Randolph.”
“Die Tasse, oder was?”
“Ja.”
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Bei mir steht “SchietwetterTasse” drauf. Die nehm ich sehr gerne, wenn ich mies drauf bin. Allerdings trinke ich meistens Kakao, da ich eine Mimose in Sachen Koffein bin.
Genau Herr Schoss,
komplizierter wäre:
„Der Wein mit der Pille ist in dem Becher mit dem Fächer, der Pokal mit dem Portal hat den Wein gut und rein.“
„Nein der Pokal mit dem Portal ist zerbrochen“
„Der Wein mit der Pille ist im Kelch mit dem Elch. Der Becher mit dem Fächer hat den Wein gut und rein.“
(Danny Kaye in Der Hofnarr)
Glück auf!
PS: Auf meinem Becher steht Klugscheißer den hat mir meine Oma zu Weihnachten geschenkt.
Auf meiner Tasse steht nix. Wenn ich Kaffee trinke, dann trinke ich Kaffee. Wenn ich lese, dann lese ich. Aber nicht meine Tassen und Becher.
Sollte man garnicht für möglich hatten, Frau Dir. Pe, wo man doch Dam oft fast schon krampfhafte Multitaskinggeschichten unterstellt.
Aber typisch untypisch. Wieder mal wieder.
Herzlichst:
GrinsSchmitz
Kein Becher! Kein Kaffee! Aber Böen! Ich geh jetzt den Wolken nach, bergab! Audrii
Vielleicht war der oder die Becher-Eigner/in vor einigen Jahren im Promotion-Team für eine der aktuelleren Beatles-Best Of-Sammelsurien?
kenn ich, so becher. ist lang her. jetzt nur noch tee. herzlich, ihr schneck
Eine Tasse mit einem solch exorbitant langen Namen, liebes Fräulein Meise, dürfte groß sein. Sehr groß. Sehr, sehr groß.
Sie haben, werter Herr Corax, den Nagel auf den Kopf getroffen, denn Walter Serges Vorliebe für knappe Formulierungen rührt von eben jener Filmsequenz her, die er damals sah, aber nur bruchstückhaft im Sinn behielt, was ihn unglaublich peinigte, weil er Pokal, Becher und Kelch durcheinander brachte, was wiederum Dritte zu derben Scherzen animierte. Und Ihre liebe Frau Großmutter hat das garantiert nicht so gemeint.
Wobei, liebes Fräulein Pe, insbesondere das Lesen der Bodengravur ein unglaublich feuchtes Vergnügen sein soll.
Sie scheinen, liebes Fräulein Audrii, recht sonnennah zu logieren.
Der Becher, werter Herr Ole, war in der Tat ein Geschenk.
Und den, werter Herr Schneck, nur aus Tassen? Sie Bonvivant!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Werter Herr Schoss, wie recht Sie doch haben!
Richtig, Hr. Schoss. Am Nachmittag hatte es noch 6 Grad, die Sonne ist um ca. 17.20 Uhr untergegangen. Vorher stand ich auf der Terrasse, ohne einen Becher, aber mit einem Glas Milch in der Hand, um ein Foto von der Spiegelung in der Tür und dem Fenster daneben zu machen. Es ist misslungen. Audrii
Richtig, Hr. Schoss. Um 16 Uhr hatte es noch 6 Grad. Sonnenuntergang: ca. 17.20 Uhr. Vorher stand ich auf der Terrasse und wollte ein Foto von meiner Spiegelung machen: mit einem Glas Milch in der Hand. Es ist misslungen. Audrii
PS: Kaffee trinke ich übrigens nie am Morgen.
Sie, liebes Fräulein Meise, müssen es mir geflüstert haben.
Misslungen, liebes Fräulein Audrii? Vielleicht sollten Sie der Spiegelung noch eine zweite Chance geben … Und was darf es für Sie am Morgen sein, Tee, Wasser oder gleich Champagner?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Wohl eher gezwitschert
Aber davon mal abgesehen, war mir das gar nicht bewusst.
Gut, Herr Schosss, wenn Sie es mir raten: ich werde mich zu einer besseren Uhrzeit spiegelnd ablichten, allerdings in Gesellschaft meines süssen weissen Schlaf-Bären, am besten schon morgens, was bei mir hiesse ab 11 Uhr mittags. Dazu “gleich Champagner”? Wo denken Sie hin: Wasser, kaltes süffiges Wasser, als Aufwacherfrischung. Audrii
Dann, liebes Fräulein Meise, muss es genau so gewesen sein, Sie Frühlingshafte.
Morgens, elf Uhr mittags, liebes Fräulein Audrii, wunderbar – und dann Champagner, direkt nach dem Wasser …
Herzlich
Ihr Erdge Schoss