Heckflossenbenz (2)
Ledersitze, Lenkradschaltung, scheckheftgepflegt, Lack vom Allerfeinsten und unter der Haube ein Motor, der schnurrte wie ein Kätzchen. Roger war nicht stolz auf seinen Heckflossenbenz, er betete ihn an.
Ein Traum in Pink, Creme und Chrom. Gepaart mit seinem gewinnenden Äußeren, das entfernt an den gleichermaßen unvergleichlichen wie jungen Morris Day erinnerte, genoss Roger die mit einem Mal sich in schwindelnde Höhen schraubende Intensität der Zuneigungsbekundungen maximaleuphorisierter Damen, die allein angesichts seines prächtigen Geräts sehnsüchtig erzitterten …






Lieber Herr Schoss,
irgendwie habe ich das Gefühl, es geht nicht wirklich um das Auto. Egal. Hab soeben den Tisch hier leer getanzt. Wow. Wer räumt das jetzt wieder auf?
Herzlich
Ihre Dancingqueen
Aber cool isses schon, das kleine Gefährt. Hach…
mein volkswagen ist auch nicht schlecht. allerdings gucken die damen nicht. aber man kann eben nicht alles haben.
Sehr geehrter Herr Schoss,
ich glaube, ich habe mir die Nase gebrochen.
Ihr Walter Waßmuth
Funky, Herr Schoss. Da zoscht mir glatt das Krönchen von den Locken. Aber wenn das ein Heckflossenbenz ist, bin ich Beatrix von Holland.
Walter? Der Roller?
Ein heisser Schlitten! Da kann man im Fond gepflegt eine Partie Doppelkopf kloppen während man zum Gunter Gabriel Konzi fährt.
Glasscheibe, sehr geehrte FrauvonWelt. Zu Fuß, trotzdem volle Kanne.
Nicht schlecht! Aber, werter Herr Schoss, finden Sie mit so etwas mal einen Parkplatz. Also ich möchte nicht mit Roger tauschen.
Ich, liebe FrauvonWelt, ich räume das selbstverständlich wieder auf, wenn Sie mir den kürzesten Weg nach Pumpernickelland verraten.
Volkswagen, werter Herr Beil, ist wirklich nicht schlecht. Ein Bekannter besaß einst einen Variant, in den ein Dutzend Personen passten, wenn es sein musste.
Um Himmelswillen, werter Herr Waßmuth, waren Sie schon in der Unfallchirurgie?
Sie sind und bleiben Frau von Schweden, liebe Frau von Schweden.
Aber nur mit Allwettermagnetkarten, werter Herr Banana, sonst schummelt Gunther wieder.
Das, werter Herr Schmidt, funktioniert wahrscheinlich nur, wenn nicht Sie zum Parkplatz finden, sondern der Parkplatz zu Ihnen.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Weltbester Herr Schoss,
die Welt ist eben doch gerecht: Frauen die auf solche Äusserlichkeiten abheben, sind zumeist einfach strukturiert – Sie wollen eben immer nur das Eine! Ich hatte mal einen Freund der wirklich hässlich wie die Nacht war, dazu schmückte ihn ein Körperfett vom Feinsten. Auf sein Äusseres legte er ebenfalls keinen Wert, er roch sogar ein wenig. Dieses Sackgesicht fuhr ein Geschenk vom Papa einen Jaguar MK2. Einmal erlebte ich wie ein bildschönes Geschöpf liebevoll über die Büffelledersitze streichelte, bevor sie in ihrem viel zu knappen Mini zu ihm einstieg. Ich tröstete mich damit, das Geld alleine nicht glücklich macht und sie 100pro saudumm ist.
Als ich Willi dann einige Tage später, mit einer anderen Schönen an der Hand über den Marktplatz schlendern sah, machte er aber trotzdem keinen unglücklichen Eindruck, die Sau!
PS: Geile Mucke!
Ich muss unbedingt mal wieder “Purple Rain” sehen.
Mit Apollonia Kotero.
Ist das jetzt eine Bestätigung dass es doch auf die Größe ankommt, werter Herr Schoss? Oder von der alten Theorie Männer würden ein inferior gewachsenes Reproduktionsorgan durch eine überdimensionierte Karre kompensieren? Und wie würde man nun daraus auf die Birkenstockfraktion schließen die mit dem Fahrrad
zur Eroberungzum Wir-müssen-mal-darüber-reden vorfahren?Heißes Geschoss, echtma.
*wipper
Wohlgestopfte Sackgesichter, bester Yul-Bruce, da packen Sie ein heißes Eisen an. Darf sich Ihr Freund Willi noch immer im Glanz seines Automobils sonnen?
Und, werter Herr Winkelsen, Fräulein Apollonias Korsage.
Größe ist nicht Länge und umgekehrt, werter Herr Rick, aber alles egal, solange es langt, n’est pas?
Und zwar so was von, liebe Cara!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Die gehörnte Ausführung bei 2:17 lässt die nicht Rückschlüssiges zu, werter Herr Schoss?
Ist Ihre Stimme wieder da?
Neidisch,
Ihr Dan
Das, werter Herr Schoss, ist aber eine gleich eine doppelte Mogelpackung. Ein Benz, dem die Evolution das Heckflossen-Gen schon lange entrissen hatte – und dann noch ein Junger Mann, der eine schlechte Kopie des genialen Künstlers formerly known as Symbol formerly known as Prince darbietet.
Ich bin erschüttert!
Wunderbester Herr Schoss,
im Heißeisenanpacken bin ich quasi Weltrekordhalter und Willi – wer will´s wissen, mir doch egal.
Mit nihilistischen Grüssen
Ihr Y.B.
Die Stimme, werter Herr Dan, kehrt peu a peu zurück, wenngleich Flüstern nach wie vor höchst ratsam ist. Und die Behornung? Art pour l’art, was sonst? Anderes wäre Roger sowieso nicht über die Lippen gekommen …
Dass hier einwandfrei gemogelpackt wurde, werter Don, steht wie stets außer Frage. Erschüttert aber sollten Sie keinesfalls sein wegen des formidablen Herrn Day, stand und steht er besagtem Artisten doch näher als nah.
Dann, bester Yul-Bruce, will ich nicht weiter insistieren, sondern mich um die wichtigen Dinge kümmern. Häppchen gefällig?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Lieber Herr Schoss,
auf Grund des üblichen Wochenendprogramms (sprechen Sie doch einmal bitte mit der Sendeleitung) habe ich zwei knallharte Fragen, die sich nicht direkt auf den obigen Beitrag mit der singenden Dummfunzel beziehen. Ich bitte aber trotzdem um eindeutige Beantwortung.
1. Werden Sie die Lücke füllen können, die der Abtritt von Peter Alexander hinterlässt?
2. Werden Sie tatsächlich Thomas Gottschalk beerben und als Nachfolgemoderator von “Wetten Dass” in die Bresche springen?
Und jetzt nicht betuppen
Banquo
Werter Herr Schoss.
Also, Mercedes hin, Benz her. Die Droschke die mich in der Regel von A nach B bringt ist nicht halb so Aufsehen erregend oder lang, zugegeben. Aber dafür regnet es mir auch nicht aufs Volant.
Trockenen Gasfußes,
Ihr textorama
Bei Raum und Zeit, werter Herr Schoss,
Sie Teufelkerl, in drei Einer Gottheit Ihrer Wahl Namen! Ich sehe gerade, Sie sind Ihrer Zeit aber sowas von voraus. Gut und gerne drei Jahre. Eine Sehhilfe und höhere Arrhythmie haben es mir verraten. Sie bloggen sozusagen in die Zukunft. Oder läuft Ihre Systemuhr nach dem Gasdruck?
Voll fassungslosem Erstaunen,
Ihr textorama.
Ja, ja, die Afroamerikaner. Habens drauf, sagt man. Im Kloster heisst es bei denen wäre alles länger. Ausdauer etc. Ist das so Herr Schoss ?
Ihr Pater Braun
Eindeutig, werter Herr Banquo, was ist schon eindeutig?
So, werter Herr textorama, hat alles sein Für und Wider. Ausgenommen der Jacuzzi. Und Zeit ist sowieso relativ.
Haben Sie, werter Pater Braun, schon mal zwei Ultramarathons hintereinander gegen einen kenianischen Olympiasieger gewonnen? Ich nicht.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss