Himmelschreiend: Schbricz-Schbradcz
Ursprünglich als Erkennungsmelodie für ein zum Bordell umfunktioniertes Kloster unweit der deutsch-polnischen Grenze komponiert, erklang Vaudevilles Jahrhundertchanson im Schbricz-Schbradcz bei der Uraufführung gleich zweimal: zum ersten und letzten Mal.
Günther, Lichtgestalt des osteuropäischen Vögelflilms und Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft, war Viktors retroromantische Elegie letztlich zu wenig bumsfidel. Was seinerzeit bei nächtelangen Kartenpartien mit einem Schwippschwager Rachmaninows von der Ahnung zur Gewissheit wurde, derweil weißrussische Landfräuleins Stroh droschen wie nicht mehr ganz dicht.


Sehr geehrter Herr Schoss,
jener Rachmaninow,der als Kosmonaut ,mit Laika die Schwerelosigkeit erprobte ?
Herzlichst
Ihr Uebelhoehr
Skandal, eine Raubkopie. Roger Cicero auf dem Plattencover mit einem durch seinen linken Arm intelligent zensierten Gitarrenspieler. Wird Viktor klagen, Herr Schoss ?
Ih Pater Braun
Hatten die Koslowski-Singers frei?
Wusste Sie, werter Herr Schoss, dass retroromantische Elegie dicht vor retoromanischer Lethargie rangiert? Ich bin ausgesprochen froh darüber, dass den Koslowski-Singers der Zutritt zum Aufnahmeraum verwehrt wurde.
So groovy, baby Schoss, I seem to say.
ganz von den Socken, Ihr textorama
Lieber Herr Schoss,
wo man singt, da lass Dich nieder,
böse Menschen kennen keine Lieder.
Der Asphalt ruft
Banquo
Pfeilgerade, werter Herr Doktor, wenngleich Rachmaninow für seine Schwerelosigkeitsstudien nicht den Weltraum aufsuchte, sondern das Thermalbad in Cieplice Śląskie-Zdrój, zu welchem er aufgrund seiner Hausmeistertätigkeit (ehrenamtlich) einen Generalschlüssel besaß, der es ihm gestattete auch jenseits der Öffnungszeiten Unfug im großen Becken zu treiben.
Wovon, werter Pater Braun, Sie ausgehen können. Das Kantholz ist angeblich bereits poliert.
Nicht nur frei, werter Herr Benedetto, Sie waren gar nicht dabei.
Das Feld, werter Herr textorama, der retroromantischen Retoromanik hingegen soll bis dato ein weithin unbeackertes sein. Doch alles wird anders, denn der Lenz naht und damit die sockenlose Zeit. Und: Viktor auf Knien.
Hereinspaziert, werter Herr Banquo, Ihr Stammplatz im Schbricz-Schbradcz ist bereits eingedeckt. Hausmarke oder gleich Danziger Goldwasser im Eimerchen?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Sockenlos, werter Herr Schoss? Lässt das nur mich an den geschätzten Herr Dr. Waßmuth denken?
6° C, Sonne, blauer Himmel, leicht diesig.
Ist das noch Winter?
Ihr textorama
Jetzt, werter Herr textorama, wo Sie’s sagen. Herr Waßmuth scheint ja auch ein ziemlich wilder Naturbursche zu sein. Zwar nicht immer sockenlos, dafür, wenn ich mich recht erinnere, in Sandalen bei Schneematsch. Lenz ante portas!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Ja, ein Teufelsrollereiter wie er im Buche stehen sollte. Aber sowas von.
Ihr textorama