Briefwechsel der Liebe (7)

darf ich Dich wissen lassen, dass ich unendlich glücklich bin, Dir mitteilen zu dürfen, dass die Tage mit Pakora, Idli, Murg Tanduri und Fenny gezählt sind und ich mich künftig Hafaloab, Krutspätzle, Riebel und Fraxner Kirsch widmen werde.
Die Koffer sind gepackt und ich vermag es kaum in Worte zu fassen, wie sehr ich mich auf Rechtsverkehr freue. Apropos Verkehr. Vorgesehen auf meiner Reise vom windignassen Norden in den sonnenumflorten Süden ist ein mehrminütiger Aufenthalt in Mainhattan, wie geschaffen für ein romantisches Stelldichein, dem ich schon jetzt entgegenfiebere.
In ewiger Liebe
Dein Montgolfier






Romantisches Stelldichein auf der Durchfahrt, dieser Fuchs. “Zwei, drei Schoppe un dann poppe”, sagt der Frankfurter dazu. Nicht etwa, das ich das befürworten würde, Herr Schoss.
Ihr Pater Braun
Man muss es ja auch nicht übertreiben. Und eine Reise soll ja auch nicht zu lange dauern. Das hält nur auf.
Ihr textorama.
Nach Pakora, Idli, Murg Tanduri und Fenny scheint Montgolfier noch immer nicht satt zu sein. Maradona hat es mal mit einer Magenverkleinerung versucht. Geholfen hat es nichts.
Das muss Liebe sein, Herr Schoss!
Lieber Herr Schoss,
sehr löblich von Montgolfiere, dass er in der kurzen ihm zur Verfügung stehenden Zeit ein oder zwei neue Einflugschneisen im Transitbereich des Flughafens ziehen will. Die Delinquentinnen werden Schlange stehen.
Müssen ja nicht alle Christine heißen
Banquo
Sehr geehrter Herr Schoss,
lange musste Christine und ich warten,um etwas von diesem windigen Schönschreiber zu hören,und nun ein in Aussicht gestelltes Stelldichein mit seiner Geliebten Christine.
Der Himmel hängt voller Geigen.
Herzlichst
Ihr Uebelhoehr
Ein Gottesdienst, werter Pater Braun, wäre Moshammer angeblich auch lieber gewesen. In der Kürze der Zeit ließ sich jedoch keiner auftreiben.
Pfeilgerade, werter Herr textorama, Reisende soll man reisen lassen. Pausen gibt es sowieso genug, der Deutschen Bahn sei Dank.
Maradona hin, Moshammer her, werter Herr Benedetto, ist Appetit nicht ein willkommenes Zeichen vorzüglicher Verfassung?
Findet die Liebe, liebe Frau von Schweden, nicht immer einen Weg?
Romantisch verwirrt und voller Empathie, werter Herr Banquo, soll sich Christine ins nächste Taxi gesetzt und darauf gehofft haben, eines der ersten Wartemärkchen zu erhaschen.
Er hängt, werter Herr Doktor, und zwar so was von!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Der reinste Bundesbahnsinn, werter Herr Schoss. Ein Tor der der Bahn in Fragen pünktlichkeit und witterungsbeständiger Zuverlässigkeit auf den Leim geht.
Öffis, nur wenn es nicht anders geht! Ansonsten: Fahrrad heißt die Devise. Oder Schwedenstahl!
Olé
Ihr textorama
Vorbildlich, werter Herr textorama! Als überzeugter Anhänger des Individualverkehrs würde ich das Feld sofort politisch besetzen, wären die Schellenbaumträger der Bewegung nicht unlängst tragisch gescheitert …
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Ein Lied, zwo, drei, vier.
Oh Schellenbaum, oh Schellenbaum, wie schön klingt Deine Schelle. Du schellst nicht nur zur Sommerszeit, nein….
Verkannte Genies, erkannter Wahnsinn. Aber irgendwie und irgendwohin weisend, werter Herr Schoss.
Ihr textorama
P.S. sagen Sie mal, werter Pater, war da was im Messwein? Zuwenig Oktan, am End?
Kleiner Spaziergang durch unsere Klosterhanfplantage, der Tarnung wegen kurz Klohapla genannt, lieber Herr textorama. Ich lade Sie gerne zum nächsten Tag der offenen Tür ein. Kuttenrennen, Glockenbimmeln, “Wer fängt Bruder Leichtfuss” Wettbewerb und Möchnfrisurencontest sind unsere diesjährigen Highlights.
Ihr Pater Braun
Das wird ein Spaß, werter Pater. Besonders der letzte Punkt. Trägt man die Tonsur nun keck seitlich? Mit Muster?
Ich hab Mopp am Kopp.
Ihr textorama
Wir haben dieses mal aus sozialen Aspekten einige Berliner Jungfriseuraspiranten mit versemmelter Prüfung eingeladen. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Vielleicht ein schöner Schnitt mit Kraffitti-Note.
Ihr Pater Braun