Boris sucht Frau

Nach mehreren erfolglosen Anläufen will Boris nun sein Leben umkrempeln. Per Kontaktanzeige, die er für die Samstagsausgabe der Rundschau schrieb.

ICH (37), attraktiv, sehr geil, suche Dich. Du solltest nett sein und ordentlich was in der Bluse haben. Da drauf fahre ich sehr ab. Chiffre: Liegeradadler.

Aus Bequemlichkeitsgründen und weil er gerade müde war, bat er seine Mutter, die in einem Briefumschlag steckende Anzeige zur Post zu bringen. Was sofort Mutters Misstrauen weckte, hatte Boris doch noch nie jemandem geschrieben.

Über heißem Wasserdampf öffnete sie den intensiv zugeschlabberten Umschlag und korrigierte, was das Herz ihr diktierte …

WASCHLAPPEN (knapp 40), Muskeln wie Pudding, 9 Dioptren links wie rechts, Pförtner, sucht nix. Chiffre: Gusseisen.

18 Kommentare zu “Boris sucht Frau”


  1. 1Pater Braun

    Mütter sind die einzigen Frauen, die ihre Söhne wirklich kennen und wissen was gut für sie ist.

    Ihr Pater Braun

  2. 2Benedetto

    Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
    in seinem Nest so warm:
    als ich auf meiner Mutter Schoß,
    auf meiner Mutter Arm.
    Und tut mir weh mein Kopf und Fuß,
    vergeht mir aller Schmerz:
    gibt mir die Mutter einen Kuss
    und drückt mich an ihr Herz.
    (Friedrich Güll)

  3. 3Dr.Uebelhoehr

    Sehr geehrter Herr Schoss,

    manchmal muss dem Glück nachgeholfen werden.
    Guss für Boris Mama.

    Herzlichst Ihr
    Uebelhoehr

  4. 4oliver

    hat boris erziehungsberechtigte eigentlich was in der bluse, lieber herr schoss?

  5. Wichtige Anfrage: kann Boris auch nicht schwimmen, vergisst desöfteren seinen Turnbeutel mit dem Doping drin und kennt jemanden von den Naturpfreunden Düsseldorf? Wenn ja, würde ich den Brief an den Deutschen Olympischen Sportbund weiterleiten, in dessen Namen (und dem vom Bundesinnenfriedrich) ich gerade gegen die Olympischen Spiele Protest eingelegt habe. Das wird alles wiederholt oder mindestens neu nachgemessen werden müssen.

  6. Ich sag ja: Mütter! Man kann nicht mit ihnen, aber auch nicht ohne sie.

  7. 7Erdge Schoss

    War es, werter Pater Braun, nicht der formidable Herr Schneider, der wusste: Hast du eine Mutter, hast du immer Butter im Haus.

    Was, werter Herr Benedetto, sie immer wieder gern tut mit neun Atü.

    Alles, werter Herr Doktor, eine Frage des Paellapfannenschwungs.

    Und, werter Herr Oliver, das nicht zu knapp, was ödipalen Verschwörungstheorien wahrscheinlich trefflich in die Karten spielt.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  8. 8Erdge Schoss

    Als manischer Turnbeutelvergesser, werter Herr Inishmore, brächte Boris in der Tat optimale Voraussetzungen mit, falls Senfeier als Doping durchgehen. Dessen unbenommen sollten Sie keine Sekunde länger mit Ihrem Brief zögern und die Wiederholung der Spiele unverzüglich im Saarland verorten. Als Minister für besondere Aufgaben stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

    Oder, werter Herr Winkelsen, um es mit den Worten des verehrten Herrn Grissemann zu sagen: Das fahle Licht einer Leichenschauhalle kann niemals die wärmende Liebe einer Mutter ersetzen.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  9. 9Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    so ist das mit den Kindern, Sie sind alle verschieden und einzigartig. Und einige wenige Goldstücke benötigen halt etwas länger und etwas härter einen kleinen Klaps.

    Gusseisern und auf die Zwölf
    Banquo

  10. 10textorama

    Ich bin sicher, werter Herr Schoss, das tausendjährige Senfeier, wenn schon nicht als Doping, dann doch als technisches Faul (?) durchgehen.

    Auch hier gilt die Volksweisheit: Jeder ist seines Glückes Schmied, nicht jeder hat ein schmuckes… na, Sie wissen schon.

    Ihr textorama

  11. Alles gebongt, werter Herr Schoss. Die Wiederholungsspiele finden im saarländischen Kirkel-Neuhäusel statt. Habe ich soeben per Dekret entschieden und den alten Rogge-Schack bereits informiert. Bevor nicht mindestens 80 deutsche Goldmedaillen gesichert sind, darf niemand nach Hause!!! Als musikalisches Highlight steht mein Plattenspieler und die Sammlung meines Bruders zur Verfügung, hauptsächlich Seniorenrock, Schlümpfe und Dschinghis Khan.

  12. 12Erdge Schoss

    War es, werter Herr Banquo, nicht Friedrich Schleiermacher, der uns allen ins Stammbuch schrieb “Je mehr wir unsere Kinder lieben, um desto weniger kann uns das genügen, dass sie nur in Fußstapfen treten; sondern die Kinder sollen besser werden, als die Eltern waren, und so ein jedes heranwachsende Geschlecht sein erziehendes überragen zu seiner Zeit.” Was pfeilgerade auf Boris zutrifft, der an der Paellapfanne nichts drauf hat, auf dem Liegerad seiner Mutter aber um Längen voraus ist.

    Weswegen, werter Herr textorama, in der Vorqualifikation krachend gescheitert wäre, hätte Boris auch nur mit dem Gedanken gespielt, am Liegeradwettbewerb teilzunehmen, der, zum Glück für alle Beteiligten, nicht einmal existiert. Mit 37 hat man noch Träume …

    Fantastisch, werter Herr Inishmore, einen besseren Platz hätten Sie nicht wählen können. Auf Dschinghis Khan freue ich mich schon jetzt!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  13. 13textorama

    Das sind Aussichten, werter Herr Schoss: Das Liegerad ist die Paellapfanne von morgen. Das kann die Oberunke Nostradamus aber sowas von abstinken!

    Ihr textorama

  14. 14Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    ich wage mal zu behaupten, dass Fritze Schleiermann beim Anblick von Boris und seiner Frau Mama seinen Gelehrtenstatus am nächsten Tag aufgegeben hätte und auf Minenarbeiter oder Schweinefütterer umgesattelt hätte.

    Jetzt kommen Sie mir nicht mit normativ
    Banquo

  15. 15Erdge Schoss

    Was, werter Herr textorama, Kronprinz Rudolf von Habsburg wahrscheinlich postum sofort unterschreiben würde, lag der werte Herr doch auch bei der Vorhersage zu dessen weiteren Gewese so was von daneben.

    Würden heutzutage, werter Herr Banquo, mehr Schweine gefüttert wie es damals tapfere Männer und Frauen wie Friedrich Schleiermacher gemacht hätten, wenn sie sich zum Schweinefütterer berufen gefühlt hätten, wäre die Welt heute ein besserer Platz. Königsberger Klopse gefällig?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  16. 16Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    das bezweifle ich (gar nicht), aber werden dazu nicht Kapern gereicht? Genau wie bei Vitello Tonnato, dem alten Haudegen aus Little Italy in Lüdenscheid, welcher für die Intonation des 70er Jahre Schmachtfetzens “Tornero” rechtgehend schuldig gesprochen wurde.

    Ja, Schmachtfetzen
    Banquo

  17. 17Erdge Schoss

    Werden sie, werter Herr Banquo, und sind laut Herrn Waßmuth ein solider Garant für Sodbrennen, unter welchem auch Herr Tonnato litt, was möglicherweise die eigenwillige Interpretation seinerzeit erklärt.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  18. 18Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    apropos Interpretation. Wie würden Sie das Verhalten der Dame in dem angehängten Video interpretieren, tief gekränkt und entschuldbar oder einfach nur blöde Sau?

    http://www.youtube.com/watch?v=XWMpnxMLZ_E

    Bei Herrn Waßmuth kann ich nur an Leipziger Allerlei denken
    Banquo

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