Alle Register

Den Wechsel von den Privatkrediten in die Börsenabteilung hatte Elke sich anders vorgestellt.

Hier sprangen zwar die knackigsten Typen des Finanzhauses herum, durchtrainierte Boys in körperbetonten Anzügen, gegen die Lothar, ihr Ehemann und stadtbekannter Unternehmer, mit seinem mäßig kaschierten Wohlstandsbäuchlein nicht den Hauch einer Chance hatte. Was umgekehrt auch für Elke galt, die bei der haarlackpräparierten Fitnesstruppe der neuen Abteilung keinen Stich machte.

Dabei zog sie seit Wochen alle Register und trug Röcke, die selbst als Gürtel kaum durchgingen, ließ Halterlose durchschimmern und Stringtangas, die weniger wogen als ein Staubkorn im Wind. Doch die einzigen, die ihr tief in die Augen sahen, waren durch die Bank schwul und wollten von Liebeskummer erzählen.

Mehr und mehr wurde Elke bewusst, dass sie bestenfalls noch als MILF durchging, und das mit kaum mehr als vierzig Jahren und kinderlos. Aus Verzweiflung hatte sie sogar wieder Lothar beigewohnt, was wie üblich ein kurzes Vergnügen war, ihr aber immerhin für den Bruchteil von Sekunden das Gefühl gab, begehrt zu werden, bevor das Elend sie überwältigte.

26 Kommentare zu “Alle Register”


  1. 1Pater Braun

    An der Börse gehts doch hoch und runter, Herr Schoss. Morgen kann wieder alles anders sein. Als Mitglied der Moro Islamic Liberation Front, kurz MILF schwinden Ihre Chancen aber wie ein Eis in der Sonne.

    Ihr Pater Braun

  2. 2Silvia von Schweden

    Noch mal 20 sein und alle Fehler wieder machen. Wäre das herrlich, Herr Schoss!

  3. 3Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    “Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht…”. Ebenso wie für den Panther von Herrn Rilke scheint es auch für Elke kein Ausbrechen aus ihrem Käfig zu geben. Sie tippelt doch wohl nicht?

    Ein Herz für MILFs
    Banquo

  4. 4oliver

    hat elke es vielleicht schon mal mit kochen oder putzen versucht, lieber herr schoss? ficken ist schliesslich nicht alles.

  5. 5Benedetto

    Was für eine Verschwendung von Erfahrung und Talent. Wenn die gestriegelten Amöben von der Fitnesstruppe auch nur 5 Gramm Hirn hätten, würden sie sich von Elke zeigen lassen, wo der Hammer wirklich hängt.

  6. 6anja

    ich empfehle frau elke ein fika latte fika – für alle fälle, lieber herr schoss.

    herzlich
    anja

  7. 7busfahrer

    scheisse erdge. tangas mit der string bisse nur der sitze vom der bus nich am saubermachen kriegen.

  8. 8anja

    wer hat sich eigentlich dieses dämliche wort “beigewohnt” einfallen lassen, lieber herr schoss?
    um ehrlich zu sein, denke ich dann immer ans
    zusammenwohnen, aber nicht ans begatten.

    herzlich
    anja

  9. 9Pater Braun

    Beiwohnen soll wohl den Akt mit allen, auch willkürlich ausgesuchten Personen beschreiben. Wobei begatten ganz eindeutig die innereheliche sexuelle Begegnung beschreibt.

    Ich werfe mal das “Befremden” in die Diskussionsrunde.

    Ihr Pater Braun

  10. 10Erdge Schoss

    Morgen, morgen, nur nicht heute, werter Pater Braun, erzählen Sie das mal Elke.

    Ich, liebe Frau von Schweden, bin dabei!

    Noch schlimmer, werter Herr Banquo, wenn man im Gefängnis im Gedankengefängnis steckt, in das seinerzeit ein gewisser Herr Daum einem griechischen Arbeitsverweigerer zwang, der als MILF aber so was von überhaupt nicht durchgeht. Und was Elke anbelangt, sollte sie bei Gelegenheit mal zum Orthopäden wegen der ausgeleierten Knöchelbänder

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  11. 11Erdge Schoss

    Kochen und putzen, werter Herr Oliver, tut Elke nur vor Wut und die Platte. Und Küchenarbeitsplatten kennt sie angeblich nur vom … na, Sie wissen schon …

    In separaten Vorführungen, werter Herr Benedetto, oder beim Abteilungs-Gangbang?

    Ideal, liebes Fräulein Anja, und anschließend: Doppelkopf.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  12. 12Erdge Schoss

    Heilandzack, werter Herr Busfahrer! In solch verwegener Garderobe karren Sie hysterische Ausflüglerinnen an die Mosel?

    Um der Wahrheit, liebes Fräulein Anja, werter Pater Braun, die Ehre zu geben: es war der elsässische Revolutionär Vollrad Wollweber (*1754), der im Zuge dessen auch die Mitbeiwohnzentrale erfand, was ihn im April 1792 den Kopf kostete, als ein zum Henker bestellter Gatte einer seiner Konkubinen genug hatte von dem ständigen Gewohne.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  13. 13anja

    der herr wollweber hatte doch einen an der waffel, lieber herr schoss.

    herzlich
    anja

  14. 14anja

    jetzt mal ehrlich, werter pater braun, kein ehemann sagt zu seiner ehefrau …”ich begatte dich jetzt, aber sowas von”

    was sie alles so wissen …

    herzlich
    anja

  15. 15Pater Braun

    Wer gebeichtet bekommt, hört so einiges.

    Ihr Pater Braun

  16. 16Erdge Schoss

    Bis zum April 1792, liebes Fräulein Anja, könnte das so hinkommen. Und, um Pater Braun einmal die Stange zu halten: Warum denn nicht?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  17. 17anja

    so würde es vielleicht auch gehen …

    http://youtu.be/JN5Mqr6tRlw

  18. 18Erdge Schoss

    Damals, liebes Fräulein Anja, in den Tagen vor dem Rolllator …

  19. 19textorama

    MILF? Ist das, werter Herr Schoss, so eine Art “notgeiler Restefick”? Am End? Ums mal deutlich zu sagen.

    Ich bin so schlecht in Abkürzungen.
    Ihr textorama

  20. Na Sie machen mir mal wieder Hoffnung! Gopf.

  21. 21textorama

    Und was, Frl. Chnübler, heißt nun wieder Gopf? Ist das ein schweizer Pendant zu GRMPF! Oder HMPF?

    Man lernt ja gern dazu.
    IHr textorama

  22. 22Erdge Schoss

    Sind wir, werter Herr textorama, wenn Sie mir die Frage gestatten, nicht alle ein wenig notgeil?

    Sie, liebes Fräulein Chnübler, werden diesen Planeten noch illuminieren, wenn wir längst Asche sind!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  23. 23textorama

    Entschuldigen Sie, werter Herr Schoss, wenn ich da mit Vehemenz widerspreche, aber nein. Wer nicht Herr über seine Hormone ist, der ist niemandes Herr. Oder sowas in der Art. Geil oder nicht. Lauwarm und nur halb dazwischen ist ohne Würde.

    Ihr textorama

  24. 24anja

    sie, lieber herr schoss, und es fällt mir schwer, dies in mein zartes köpfchen zu bekommen, sind notgeil?

    herzlich
    anja

  25. 25Erdge Schoss

    Dem Glanz Ihrer Einlassung, werter Herr textorama, ergebe ich mich ohne Widerwehr. Gleichwohl gebe ich zu bedenken, dass gelegentliche Würdelosigkeit so unwillkommen nicht sein muss.

    Wer, liebes Fräulein Anja, wenn nicht ich?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  26. 26textorama

    Wie könnte ich dem widersprechen, werter Herr Schoss, spricht doch das geballte Leben aus Ihren Worten.

    Ihr textorama

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