Fett ist ein Stück Lebenskraft (2)
Dass Raoul die Werbeagentur verließ, um künftig gelierte Zuckerabfälle als lifestyle-kompatible Gesundheitsnahrung zu verkaufen, sah Raouls Chef mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Lachend, weil er einen Schmarotzer von der Gehaltsliste tilgen konnte, der seit den Hammerkampagnen zwischen 2008 und 10 nichts mehr gerissen hatte und sich mittlerweile in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung bei vollem Lohnausgleich befand.
Weinend, weil ihn jenseits des branchenüblichen Gehässigkeit Mitgefühl mit dem neuen Arbeitgeber packte, da von einer intellektuellen Luftpumpe wie Raoul, die in gerade einmal zwei Jahren ihr mutmaßlich komplettes Lebenskreativitätspotential ausschöpfte, nicht mehr als nichts zu erwarten war.
Was, und das versöhnte ihn wieder, eben branchentypisch war und wahrscheinlich für ein paar Jahre oder mehr nicht auffallen würde in Gesellschaft selbstbespiegelnder Flachwassersegler, die sich aufgrund herausragender Fähigkeiten im Binden von Seidenkrawatten und Gelen modischer Frisuren für das Zentrum des Universums halten.






in der reklamebranche gibt es massenhaft silberrücken, die in der tat das zentrum des universums sind mit vollem lohnausgleich, lieber herr schoss. da kommt keiner dran vorbei.
herzlich
anja
gelierte zuckerabfälle zum aufspritzen der schmollmünder dieser welt, wäre das nicht mal was, lieber herr schoss?
herzlich und wollte nur helfen
anja
Unter Blinden fällt ein Blinder wahrscheinlich nicht so auf.
raoul kann nicht zufällig fussball spielen, lieber herr schoss? ein mann mit seinen eigenschaften würde bei den fohlen zur zeit eine zentrale rolle spielen können.
Es sei ein Gesetz der Physik, werter Herr Schoss, so habe ich mir zumindest versichern lassen, dass ein Hohlkörper immer oben schwimmt.
Wer Tiefgang hat, schwimmt nicht unbedingt oben. Und wer nicht schwimmt geht baden.
Ihr textorama
Krawatten sind doch superout, Herr Schoss!
scheisse erdge. wense ma am busfahrer am sein bis musse auch sonne wichtigkeitsverstärker am umbinden anhaben. mir der farbe is ne schwatte.
Ah, die Werbebranche. Also, ich würde mich als Silberrückenmodel zur Verfügung stellen. Als Pater kann man jeden Pfennig gebrauchen.
Ihr Pater Braun
Lieber Herr Schoss,
beinahe hätte ich Ihnen diese Geschichte ja abgekauft. Doch als Sie mit den Reizwörtern “Arbeitgeber” und “Mitgefühl” Ihre Dokumentation zur Romantic Comedy umfunktionieren wollten, haben Sie es meines Erachtens ein wenig übertrieben.
Honi soit… usw. Sie wissen schon
Banquo
Außer, liebes Fräulein Anja, Stan Libuda. Und: Brächte das auch geschmacklich was?
Und, werter Herr Benedetto, mit dem Krawattebinden ist es dann auch nur halb so wild.
Raoul, werter Herr Oliver, kann alles. Sagt er jedenfalls von sich. Soll ich mich um den Spielerpass kümmern?
Dann, werter Herr textorama, lass ich schon mal die Badewanne volllaufen. Mit Huschenbrause!
Meine Rede, liebe Frau von Schweden, aber auf mich hört ja keiner.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Optimal, werter Herr Busfahrer, solange es sich nicht um eine rotweißblaue handelt …
Vorbildlich, werter Pater Braun! Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Cent nicht wert. Was tragen Sie bei dem Wetter denn so unter der Kutte?
Dabei, werter Herr Banquo, gibt es in diesem Fall rundum doch nur glückliche Menschen. Raouls Exchef, weil er die Pfeife los ist; Raouls neuer Chef, der an seinem Glück noch nicht zweifelt; Raoul selbst, weil er ein neues Büro nebst ordentlichem Gehaltsplus bekommt; und die neuen Kollegen, die aus demselben Holz wie Raoul geschnitzt sind …
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Merino, mit etwas Kashmir, Herr Schoss !
Das ist, werter Herr Schoss, eine klassische Win-Win Situation.
Trotzdem, es bleibt ein herber Beigeschmack.
Jetzt aber ab in die Wanne, bevor die Brause nicht mehr kribbelt.
Mit einer Wanne voll Champagner bekommt der Tag den richtigen Glanz.
Ihr textorama
sag ich doch …
http://youtu.be/8N_tupPBtWQ
sonntagsgrüßle
anja
Fabelhaft. Mit Mahna, oder war es Manna? egal! – an einem Sonntag Morgen kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Ihr textorama
Auch die Muppetshow hat seinen Viktor Vaudeville mit farbigen Backgroundsängerinnen. Ein Ohren- und Augenschmaus
P.S Herr oliver, sind Sie zufrieden mit dem Verlauf des nachmttags ?, Herr Schoss, Sie auch ? Gnihihi !
Ihr Pater Braun
Sie, werter Pater, sollten heute Abend Buße tun und etwas richtig Kratziges anziehen.
Und wenn dann, werter Herr textorama, auch noch die Temperatur stimmt, wunderbar!
Dip, liebes Fräulein Anja, di dip didi!
Herzlich
Ihr Erdge Schoss