Strand Meer Haus: Viktor in Australia (5 / Warum Australien?)

Das fragte sich Jahrhundertchansonnier Viktor Vaudeville auch, als er im Hotelzimmer auf der Bettkante saß und gedankenverloren zur Fernbedienung griff – und Sekunden später erstarrte.

Denn die drei staubigen Kojoten, die auf einem Foto in den Nachrichten eines Lokalsenders zu sehen waren, kannte er nur zu gut: die drei Kasachen, les 3roberts, seine in viel zu engen Instrumentenkoffern eingereiste Kapelle. Sie sahen fürchterlich aus, schienen aber zufrieden, und wurden wegen unerlaubtem Schächten einer verdorrten Ziege unweit eines Feldwegs bei Cooper Pedy verhaftet.

Noch am selben Tag erlösten sie einen Richter, dem schon vor Monaten die Füße eingeschlafen waren, weil in diesem gottverdammten Landstrich noch weniger als nichts geschah, aus seiner Langeweile. In Windeseile verurteilte er die Herren zur höchstmöglichen Geldstrafe und legte noch einen drauf wegen Missachtung des Gerichts, da sich die drei als Bruce, Bruce und Bruce Roberts ausgaben.

Vaudeville wusste, er muss handeln. Und setzte erst einmal eine Zigarette in Brand.

6 Kommentare zu “Strand Meer Haus: Viktor in Australia (5 / Warum Australien?)”


  1. 1Dr.Uebelhoehr

    Sehr geehrter Herr Schoss,

    Kollege RA.Dr,Ueberrollbuegel meinte beim Stammtisch im Beisel, Vaudeville ist die Antwort auf die Bee Gees,aber mit Zigaretten anzünden sollte er vorsichtig sein.

    Herzlichst
    Ihr Uebelhoehr

  2. 2Benedetto

    Zuschauen, entspannen, nachdenken. Vaudeville ist gelebtes Zen. Hat er auf den Teppich geascht?

  3. 3Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    mir bleibt nur noch eins zu sagen:
    Vive la révolution,
    vive le Bruce!

    Le Vic natürlich auch
    Banquo

  4. 4Pater Braun

    Reality TV scheint in Australien momentan total trendy zu sein, und Viktor hätte das Zeug zum Dzunglechämp.

    Ihr Pater Braun

  5. 5textorama

    Das mit der Zigarette, werter Herr Schoss, hat sich Victor vom unvergesslichen Sam Spades, alias Humphrey “short legs” Bogard abgeschaut. Einem wahren Meister des Zichten-Drehens und Lässigen-Ansteckens.

    Vorbilder soll man mit Bedacht wählen.
    Ihr textorama

  6. 6Erdge Schoss

    An Tankstellen, werter Herr Doktor, ist er das, worauf sie sich verlassen können.

    Falls ja, werter Herr Benedetto, dann unabsichtlich.

    Heilandzack, werter Herr Banquo, ist schon wieder 1789? Kniebundhosen stehen Ihnen übrigens außerordentlich gut.

    Wegen, werter Pater Braun, oder trotz Herrn Bergers Demission?

    Darauf, werter Herr textorama, einen Malteser Falken, eisgekühlt!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss 


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