Strand Meer Haus: Viktor in Australia (8 / Damokles und das Kantholzschwert)

Die Formalitäten zum Freikauf der kasachischen Musikantenbrut waren schnell abgewickelt. Als schwierig erwies sich nur der Versuch, die dreifachen Bruces von der Schale Milch loszueisen, die im gleißenden Licht der australischen Hochsommersonne auf der Fensterbank vergor und Erinnerungen an die Heimat weckte.

Erst unter Androhung einer Kantholzlektion vom Allerfeinsten ließen sich die Hühnerdiebe dazu bewegen, Zelle nebst Schale zu verlassen. Da standen sie nun auf der Hauptstraße des elenden Nests im australischen Süden, Vaudeville hatte keinen Cent mehr in der Tasche und der Durst wurde sekündlich schlimmer. Worauf die Herren in ihrer unsagbaren Not die Instrumente auspackten und den einzig denkbaren Chanson anstimmten.

Die Resonanz war überwältigend. Vom nächstliegenden Balkon aus wurden Vaudeville und die drei Kasachen bespuckt und der Tankstellenpächter auf der anderen Straßenseite bot Geld, wenn sie verschwinden.

Mit dem erstbesten Bus verließ das Quartett den australischen Süden und war gespannt, wohin die Reise nun ging …

15 Kommentare zu “Strand Meer Haus: Viktor in Australia (8 / Damokles und das Kantholzschwert)”


  1. 1Pater Braun

    Herr Schoss, es gab schon mal “drei” die es in der Ferne versuchten, erst kläglich scheiterten, um dann aber umso mehr gefeiert zu werden. Warum nicht auch Bruce, Bruce und Bruce.

    http://www.youtube.com/watch?v=o2YinbIDE2Q

    Ihr Pater Braun

  2. 2busfahrer

    scheisse erdge. schon widda mit der bus?

  3. 3karl heinz

    wozu um himmels willen braucht man in australien einen balkon?

  4. 4Benedetto

    Eines muss man Vaudeville lassen. Die Tournee ist 1A organisiert.

  5. 5Silvia von Schweden

    Endlich Erfolg! Ich freue mich so für die vier! Und jetzt gehe ich Juwelen polieren, Herr Schoss!

  6. 6karl heinz

    haben sie umgesattelt, hochwürden?

  7. 7Silvia von Schweden

    Juwelen habe ich schon immer poliert, Herr karl heinz.

  8. 8karl heinz

    als spielerfrau scheint man aber viel zu verdienen. sagen sie mal, hat herr vaart sie in der silvesternacht wirklich verprügelt?
    p.s. eigentlich dachte ich an unseren geistlichen in unserer mitte bei der frage.

  9. 9textorama

    Na, das ist, werter Herr Schoss, ja grade noch mal gut gegangen. Und wenn die Muse einen auch noch ernährt, statt nur zu küssen, was kann es Besseres geben.

    Ihr textorama

  10. 10Pater Braun

    Herr karl-heinz, sofern Sie mich meinten. Anders als in den Nächten zuvor, war ich in der Sylvesternacht mal nicht bei Sylvie. Deswegen kann ich auch wenig zu den Vorkommnissen berichten.

    Ihr Pater Braun

  11. 11karl heinz

    jetzt weiss ich fast selber nicht mehr, was ich meine.
    pater: haben sie umgesattelt?
    silvie: sind sie wirklich verprügelt worden?
    erdge: alles klar?

  12. 12Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    den Schlamassel haben sich unsere Helden aber selbst eingebrockt. Man kann kann das Stück “Trinkbares” nicht als Konzerteröffnung geben, da sind solche Reaktionen doch vorprogrammiert. Als Opener geht nur ein Lied, Sie ahnen es, nämlich der alte Schlüpferstürmer “Wan Tan Monika” in der 12” Outback-Disco-Version ohne Marcello Boronetti.

    Dann fliegen einem auch die Herzen im Dutzend zu
    Banquo

  13. 13Pater Braun

    Ich war noch nie auf einem anderen Sattel, Herr karl-heinz.

    “Wan Tan Monika” Herr Banquo ist ein absoluter Chartstürmerklassiker.

    Ihr Pater Braun

  14. 14Erdge Schoss

    Ein Glück, werter Pater Braun, dass Sie nicht diese Caballeros meinten …

    
Pfeilgerade, werter Herr busfahrer, und zwar über Adelaide direkt an die Mosel.


    Zu, werter Herr karl heinz, was schon? Zum runterspucken.

    
Hatten, werter Herr Benedetto, Sie etwas anderes erwartet?

    Und, liebe Frau von Schweden, ich mich erst! Was macht der Lachs?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  15. 15Erdge Schoss

    Durchatmen, werter Herr textorama, auch in Mainhattan. Jetzt müssen die Herren nur noch die Stadt finden und dort den Club und das Ganze mit Datum und Uhrzeit synchronisieren.


    Alles, werter Herr karl heinz, bestens. Bis auf den Umstand, dass eines der Räder am Rollator gelegentlich blockiert.

    Konzerteröffnungen, werter Herr Banquo, waren, sind und werden wohl in diesem Leben nicht mehr zu Vaudevilles stärken. Aber da ist er beratungsresistent und spart sich den Schlüpferstürmer immer für die Zugabe auf. Was bislang noch nie gut ging.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

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