Briefwechsel der Liebe (9)

Erdge Schoss, erdgeschossrechts: Briefwechsel der Liebe

darf ich Dich wissen lassen, dass ich unendlich glücklich bin, Dir am Tag der Liebe mitteilen zu dürfen, dass ich eingedenk der alsbald erfolgreich bewältigten Privatinsolvenz eine folgenschwere Entscheidung getroffen habe: ich werde mich zur Papstwahl stellen.

Dass ich der katholischen Glaubensgemeinschaft nicht angehöre, empfinde ich weder als Makel noch als Nachteil, heißt es doch, dass Gott alle Kinder liebt. Da er mich bislang zudem nicht so sehr im Visier gehabt haben dürfte wie die derzeit gehandelten Kandidaten, dürfte mein Sündenregister auch nur einen Bruchteil dessen umfangen, was jene heiligen Herren bis zum heutigen Tag anhäuften.

Für mich spricht darüber hinaus, dass mir gleichgeschlechtliche Zudringlichkeit gegenüber schutzbefohlenen Minderjährigen völlig fremd ist, was ebenso für die Besetzungscouches im Vatikan gilt. Als sozusagen Unbefleckter müssten meine Aussichten auf den Posten demnach außerordentlich sein.

Stimmt es eigentlich, dass Gottes Stellvertreter auf Erden einzig und allein champagnerfarbene Unterwäsche trägt? Sollte das zutreffen, bitte ich dich vorauseilend, künftig bordeauxrote oder lilafarbene Dessous zu bevorzugen, um bei deinen Besuchen jedweder Verwechslungsgefahr vorzubeugen.

In ewiger Liebe
Dein Montgolfier

38 Kommentare zu “Briefwechsel der Liebe (9)”


  1. 1Thun Fisch

    Guten Tag. Ich bin das Neue. Was muss man hier machen?

  2. 2Pater Braun

    Ach Du lieber Gott, das wird ja dann exzessiver als bei den Borgias.

  3. 3Silvia von Schweden

    Papst Montgolfier I., das klingt gut, Herr Schoss!

  4. 4Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    Monty hat nicht die für die Stelle passenden Dessous, ist unbefleckt und schafft es bestenfalls wieder einmal nur zum Wasserträger, Adlatus, Handlanger, vulgo Stellvertreter auf Erden. Wann will er mal etwas Vernünftiges mit seinem Leben machen?

    Und an Ostern auch noch Überstunden
    Banquo

  5. Endlich wieder Kirche mit Zukunft, werter Herr Schoss. Ich freu mich! Falls es mit Montgolfier nicht klappt: wo darf ich den Scheiterhaufen hinstellen?

  6. 6textorama

    Papst Heißluft I., werter Herr Schoss?
    Ist das noch Papst?

    Ihr textorama

  7. 7Pater Braun

    Herr Thun Fisch, “Wicken” wäre schon mal ein Anfang !

  8. 8Thun Fisch

    Pater, ich habe leider keinen grünen Daumen. Aber ich bin vollkaskoversichert und Rosinen in Brötchen finde ich überflüssig..

  9. 9busfahrer

    scheisse erdge. wann bisse dem schwule lila am weggemacht hast? bisse ja augentripper vom am haben kriegste ja.

  10. 10Erdge Schoss

    Hereinspazieren, liebes Fräulein oder werter Herr Fisch, und auf dem Diwan Platz nehmen. Dann je nach Fasson zuhören, entspannen und nachdenken oder waschen, legen und föhnen. Champagner gefällig?

    Und obendrein, werter Pater Braun, live auf Twitter, Facebook und Youporn.

Ob Sie’s glauben oder nicht, liebe Frau von Schweden, Moshammer sieht’s genauso.

    Vor den Überstunden, werter Herr Banquo, graut es Moshammer auch schon, weswegen er plant Morgenaudienzen- und -messen erst ab dem späten Nachmittag abzuhalten.


    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  11. 11Erdge Schoss

    Als Anfangsvierziger, werter Herr Inishmore, könnte Moshammer bei guter Pflege noch ein halbes Jahrhundert halten, was endlich einmal Kontinuität in den Laden bringen könnte. Vorausgesetzt, Moshammer galoppiert sich nicht in die nächste Privatinsolvenz, womit er dann ja nicht mal mehr als Weihbischof von Mainhattan tragbar wäre. Den Scheiterhaufen am besten mitten auf die Piazza Retta.

    
Selbstverständlich, werter Herr textorama, und dann auch noch aus deutschen Landen frisch auf den Stuhl, womit wir auch weiterhin Papst bleiben täten, und zwar alle.

    Eingedenk, werter Herr busfahrer, des feierlichen Augenblicks erschien mir, Tripper hin oder her, Quasiklerusfarben als passend. Aber die Maler sind schon bestellt …

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  12. 12Thun Fisch

    Mein Name ist Thun. Thun Fisch.
    Thun ist ein männlicher Vorname. Ein Gläschen natives Olivenöl wäre jetzt nicht schlecht.

  13. 13anja

    kennen sie, herr thun fisch, sieben wellen? nein? ich auch nicht.

  14. 14Pater Braun

    Ja, wir hams, steht doch drüber Herr Fisch. Das mit dem grünen Daumen und den Rosinen ist verständlich. Wir schicken Ihnen den Daumen vom Paten, mit dem können Sie dann die Rosinen aus dem Brötchen puhlen.

  15. 15Thun Fisch

    Ich habe mal eine Welle geschafft, Anja. Danach war ich pitschepatschenass. Schrecklich.
    Sie sind sehr fürsorglich Pater. Wenn es Ihnen keinen Umstände macht, legen Sie doch bitte noch einen Zeigefinger dazu.

  16. 16textorama

    Fingerfood? So früh am morgen? Ohne mich die Herren.

    Meine Schweizerin in der Küche hat sie nicht mehr alle. Jetzt gibts auswärtigen Kaffee. Immer noch besser als widerwärtigen Kaffee.

    Ihr textorama

  17. 17anja

    heute, lieber herr schoss, gibt es thunfischsteak im knuspermäntelchen – herrlich!

    herzlich
    anja

  18. 18Thun Fisch

    Ich hoffe Sie haben meine Frau erwischt, Anja. Die alte Schrapnelle ist mit unserem Gärtner und der ec-Karte durchgebrannt.

  19. 19anja

    tja, so ist das mit den fischchen, thun fisch. sie wird schon wissen, warum und solange karl heinz nicht auf dem teller liegt, geht es ja noch.

  20. 20busfahrer

    scheisse erdge. wat bisse denn gez mit die puffbeleuchtung hier am machen wollen? isja noch mehr am schlimmer sein als wennse dat schwule lilla am nehmen bis.

  21. 21Perlonstrumpf

    Hallo. Ist hier jemand?

    Kann mal jemand für mich einkaufen – Nagellack und eine Tüte H-Milch, bitte.

    Ihre Perlonstrumpf

  22. 22Pater Braun

    ich bin so glücklich und so froh, wie der Mopps im Damenklo.

  23. 23anja

    ich sehe ständig möpse im damenklo. wobei ich achte darauf eigentlich gar nicht – zum glück. vielleicht sollte ich mal auf´s herrenklo gehen.

    herzlich
    anja

  24. 24Bernadette

    Ich, Fräulein Anja, finde das gar nicht lustig!!

  25. 25anja

    ach bernadettenhase, ich schon lange nicht mehr. komme gleich vorbei mit meiner neuen kreissäge. einsfufzig mal dreimeter.

    herzlich
    anja

  26. 26busfahrer

    scheisse erdge. bisse hier ne koksbude am aufgemacht hast? wirse blind vom und der bullen sin auch vor dem tür am stehen gleich haste davon.

  27. 27Erdge Schoss

    Gegen ein Gläschen natives Olivenöl, werter Herr Fisch, hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden. Und den Rotwein an die Pasta.


    Um Himmelswillen, werter Herr textorama! Muss eine Luftbrücke zur Schwarzgoldnotversorgung eingerichtet werden?

    Weil, liebes Fräulein Anja, Freitag Fischtag ist?


    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  28. 28Erdge Schoss

    Klerusfarben passt nicht, werter Herr busfahrer, Stimmungslicht und Unschuldsweiß ebenso. So besser?

    Heiliges Sanitärporzellan, werter Pater Braun! Den Fliegenfänger von Hoffenheim kostete ähnliche Mopsigkeit unlängst Dukaten an der Zahl!


    Möpse hin, Toiletten her, liebe Fräuleins, vielleicht sollten sie das bei einem Meditationswochenende im Kloster von Pater Braun klären. Ohne Säge.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  29. 29busfahrer

    scheisse erdge. schwatte butik mit bisken weiss im dem mitte is am gehn.

  30. 30Erdge Schoss

    Balzac, werter Herr busfahrer, hätte es nicht schöner sagen können.

  31. 31textorama

    Ich leide, werter Herr Schoss. Zwar auf höherem Niveau, aber ich leide. So eine Plörre hat man noch nicht gesehen. Das gibt sofortige Kernschmelze in den Darmzotten.

    Wo i geh´und schdeh, brach´i an Kaffee. Wie schon der Herr Ambross so mehr oder weniger fröhlich sang.
    Oder wenigstens einen Gin and Tonic. Mit Gurke!

    Ihr textorama

  32. 32textorama

    Übrigens, werter Herr Schoss, wenn Sie nichts dagagen haben waerde ich den herrlichen Begriff “Schwarzgoldnot” in der nächsten zukunft ein bisschen strapazieren. SchwarzGoldNot sind wohl die neuen Farben der Nation will mir scheinen.

    Ihr textorama

  33. 33Pater Braun

    Hat Duttmaier etwas mit dem Meteoriten zu tun ? Wenn ja, dann gnade uns Gott.

  34. 34busfahrer

    scheisse pater. dutzmaier is ne vollholzbalken am sein. is unter mir dem bus am liegen un der auspuff am dranschrauben geübt.

  35. 35Erdge Schoss

    Welche Farbe, liebes Fräulein Strumpf, wie viel Fett? Ich kann so nicht arbeiten!

    Einen solchen Affront, werter Herr textorama, sollten Sie stante pede und mit größtmöglicher Durchschlagskraft beantworten. Vaudeville ist bereit, sofort ein Kantholz aus unbrechbarer Esche einem Kurier zu überantworten. Und: unbedingt!

    Duttmaier, werter Pater Braun, kann es nicht gewesen sein, sitzt er doch seit Tagen nahezu regungslos vor dem Fernseher und sieht sich die komplette Staffel “Telekolleg Elektrotechnik” an. Wie’s scheint, in einer Endlosschleife.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  36. 36Perlonstrumpf

    Es war einmal ein Perlonstrumpf,
    ganz weich und ohne Humpf,
    er suchte sich das schönste Bein,
    und blieb dort bis heute bestrumpft.
    In der Farbe noir,
    lässt es sich gut strumpfen.
    Und das Fett, das schwimmt immer Sonntags
    in der Huhnersuppe. Genau.

    Ihre
    Perlonstrumpf

  37. 37textorama

    Übermitteln Sie, werter Herr Schoss, Vaudeville meinen herzlichsten Dank. Gerne werde ich seine Überzeugungshilfe zur Rat und Tat heranziehen.

    Per UPS oder D(auert)H(alt)L(änger)?
    Ihr textorama

  38. 38Erdge Schoss

    Und was, liebes Fräulein Strumpf, ist nun mit der Milch?

    
Vaudeville, werter Herr textorama, vertraut ausschließlich dem Kurier der Kaiserin.

    
Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

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