Der Atomprediger: Tebartz-van Elst beim Heiligen Vater (2 / Duttmaier im Traum)

Geduldig lauschte Franziskus dem Redeschwall Tebartz-van Elsts: Atrium, Adventskranz, Fels fräsen, Mauern stützen, Türdurchbrüche, Reliquienschrein (hochwassersicher bis zum jüngsten Tag, wahrscheinlich selbst darüber hinaus) und die vom Wensels Alfred montierte Badewanne.

Dazu Planungen und Umplanungen, Abrisse und Neubauten und und und … In eine Schwallpause des Limburger Bischofs hinein fragte der Heilige Vater bedächtig und leise, ob all das tatsächlich das Werk dieses Atompredigers gewesen sei. Durch die randlose Brille starrte Tebartz-van Elst den Papst fassungslos an. Der Schlund furztrocken, über knochigen Jochbeinen spannte Haut.

Auf keinen Fall konnte er dem Heiligen Vater beichten, dass Duttmaier ihm im Traum erschienen war, den Protzbau gefordert und er, Tebartz-van Elst, sich dem neuen Herrn (zumindest vorläufig) unterworfen habe, Wohngarantie im Souterrain des Protzbaus inklusive.

Und so bleckte der Bischof die Zähne, setzte sein gewinnendstes Grinsen auf und antwortete “Eure Heiligkeit: ja”.

12 Kommentare zu “Der Atomprediger: Tebartz-van Elst beim Heiligen Vater (2 / Duttmaier im Traum)”


  1. 1Jesus Latschen

    Gibt es Fotos von der Badewanne?
    (Ich frage für einen Bekannten.)

  2. 2textorama

    Mit sowas, waren die ja schon immer groß, werter Herr Schoss. Ich warte auf den Einsatz des heligen Klammerbeutel!

    Ihr textorama

  3. 3Benedetto

    Ich nehme an, dass nicht viele Elektromeister von sich behaupten können, die Aufmerksamkeit des Papstes gewonnen zu haben.

  4. Glaubwürdigkeit ist bei uns in Kasachstan auch nicht oberste Priorität im gegenseitigen Miteinander. Das wäre ja fast ein Grund für uns, in die Kirche einzutreten. Wissen sie zufällig, wie es um das Hühnerfarmvorkommen in und um Limburg bestellt ist? (Wir fragen auch für einen Freund).

  5. 5Silvia von Schweden

    Wenn Duttmaier jetzt Papst wird, darf er dann das Werbegeschenk aufbehalten, Herr Schoss?

  6. Das kann doch nur noch auf ein zünftiges Anathema hinauslaufen, werter Herr Schoss! Von denen habe ich übrigens auch eine Platte, in die ich aber nie so recht reingefunden habe. Hieß “A Fine Day To Exit”. Zaunpfahl, ich fühle dich in Tebartz-van Elsts Gesicht gewedelt.

  7. 7Erdge Schoss

    Bedauerlicherweise, werter Herr Latschen, nein. Jedenfalls keine mir bekannten nach dem Einbau. Aber ich werde mal beim Wensels Alfred nachhören, ob er knipste. Vorausgesetzt, er geht überhaupt ans Telefon, was schon für sich ein Wunder wäre.

    Hinter, werter Herr textorama, verschlossener Tür oder coram publico auf dem Petersplatz?


    Wenn das, werter Herr Benedetto, nicht vielversprechende Voraussetzungen für ein Gipfeltreffen sind …

    
Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  8. 8Erdge Schoss

    Und, werte Herren Roberts, zwar so was von, gilt Limburg doch als das Eldorado der Hühnerzucht, -hege und -pflege. Belieben sie (oder ihr Freund) vor Ort ein Hotel zu buchen oder operieren sie wie üblich vom Lieferwagen aus?


    Heiliger Kaminrauch, Frau von Schweden! Wird er’s denn?


    Dergestalt, werter Herr Inishmore, dürften Sie sich der Zustimmung weiter Teile der Amts- und Würdenträger in Hessen-Nassau und andernorts sicher sein, grundsätzlich jedenfalls. Ob dies Kanthölzer per se einschließt, wage ich nur zu mutmaßen; eingedenk der martialphysischen Tradition der katholischen Kirche wäre es umgekehrt jedoch geradezu fahrlässig, das auszuschließen.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  9. 9textorama

    Das, werter Herr Schoss, fragen Sie noch? Wer quasi öffentliche Kohlen verzockt, sollte auch den entsprechenden Unterhaltungsfaktor bieten. wäre auch in Sachen Bankzocker zu überlegen. Nur hier würde ich etwas interessanteres als den heileigen Klammerbeutel nehmen. Ich überlege… und bin für Vorschläge offen.

    Ihr textorama

  10. 10Pater Braun

    Ob der Klammerbeutel nun helig oder heileig ist, verehrter Herr textorama ist vollkommen gleich. Wichtig ist, das er zum Pudern von Tebartz herhält.

    Ihr Pater Braun

  11. 11textorama

    das habe Sie, werter Pater aber sowas von recht. Und bei aller eiligen Orthographie dürfen in dem Klammerbeutel auch gerne Eisenwaren zu finden sein. Das erhöht den Spaß. Nicht den von Bratze, das ist mal sicher.

    Ihr textorama

  12. 12Pater Braun

    Wir sind uns einig !

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