Der Atomprediger: Sitzstreik im Hinterhof bei Arschkälte

Seit elf Tagen: kein Ton aus der Werkstatt. Nur manchmal geht das Licht auf dem Schreibtisch an und aus, wenn Duttmaier langweilig ist.

Ansonsten motzt er stumm. Und bewegungslos. Bis auf zwei Pausen am Tag, zu welchen er wie ein Dieb auf leisen Sohlen in die Wohnung im Vorderhaus schleicht und hofft, dass ihn keiner bemerkt; morgens um halb sechs, wenn seine Frau noch schläft, und gegen halb vier nachmittags, wenn sie einkauft.

Dann rennt er an den Kühlschrank und zuvor aufs Klo, schnappt sich anschließend drei, vier Flaschen Export und schleicht tief geduckt zurück in die Werkstatt, in der die Heizung noch immer nicht geht. Die Limburger Sommerresidenz ist ihm mittlerweile scheißegal. Aber wo die Leiter steht, das würde er schon gern wissen.

11 Kommentare zu “Der Atomprediger: Sitzstreik im Hinterhof bei Arschkälte”


  1. 1Jesus Latschen

    Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.

  2. 2Silvia von Schweden

    Duttmaier braucht eine Aufgabe. Tun Sie was, Herr Schoss!

  3. 3textorama

    Der werte Herr Latschen und die werte Frau von Schweden haben sowas von recht, werter Herr Schoss. Aber mich überkommt schon wieder ein Vision: Duttmaier mutiert über den Umweg von der Käsestange zur Salzstange. Ob er es bis zur Säule schafft erscheint fragwürdig. Das könnte ihm aber als Prediger noch hilfreich sein.
    Dieser Limburger Eierschaukler wird sich noch wundern!

    Ihr textorama

  4. 4Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    der Schwachmat soll endlich wieder was in die Luft jagen, so ist das ja nicht zum Aushalten.

    So eine Lusche
    Banquo

  5. Strom wärmt, werter Herr Schoss! Alles nur eine Frage des Volts. Oder Ampere. Duttmaier müsste das wissen.

  6. 6Benedetto

    Sie sollten der Memme mal unter die Nase halten, was heute vor fünf Jahren Sache war.
    http://erdgeschossrechts.de/blog/2008/11/2000-megavolt-6/

  7. 7Pater Braun

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Bei den Ausführungen von Herrn Schoss zu Duttmaier, handelt es sich doch um einen zu unserem Klosteralltag vergleichsweise hektischen Arbeitstag.

    Ihr Pater Braun

  8. 8Erdge Schoss

    Vielleicht, werter Herr Latschen, sollte es Duttmaier mal mit einer anderen Kappe versuchen.

    
Demnach, liebe Frau von Schweden, genügt Ihnen das An- und Ausknipsen der Schreibtischleuchte nicht?

    Bislang, werter Herr textorama, war Hessens faulste Sau des Elektrohandwerks noch immer für eine Überraschung gut, weswegen ich, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, das genauso und ungefiltert nach Limburg durchkabeln würde. Vorausgesetzt, ich finde das Handbuch mit Morsealphabet …

    
Herzlich
    Ihr Erdge Schoss 


  9. 9Erdge Schoss

    Das, werter Herr Banquo, ist die Ungeduld der Jugend. Oder anders gefragt: Was soll er denn in die Luft jagen? Um die Limburger Residenz wäre es schade, ist stellenweise doch noch nicht mal der Putz trocken, wie ich mir habe sagen lassen.

    Sie, werter Herr Inishmore, ahnen nicht, was Duttmaier alles weiß, wissen müsste, kann oder könnte. Ich übrigens auch nicht. Das Prinzip des An- und Ausknipsens jedenfalls scheint er verinnerlicht zu haben. Und wie man vier Export aus dem Kühlschrank fischt, ohne einen gewischt zu bekommen, auch.

    
Damals, werter Herr Benedetto, war sowieso alles besser.

    Das, werter Pater Braun, lässt für Ihre diesjährige Hanfernte hoffen. Oder ist bereits alles verdampft?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  10. 10Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    ich wüsste, was er in die Luft jagen könnte…und vor allem wann. Das Tor der Eintracht nach 80 Minuten regulärer Spielzeit, diese Bembelkicker versauen mir seit fünf Spieltagen sämtliche Tippreihen und damit ein wöchentliches Nebeneinkommen von acht Euro. Zusätzlich darf ich mir noch in akzentfreiem rheinhessischem Dialekt Schmähungen über meine Tippreihen anhören, ohne überhaupt Eintracht Fan zu sein.

    Zwei Pfosten => kabumms (sollte Dutti verstehen und hinbekommen)
    Banquo

  11. 11Pater Braun

    Ach ja Herr Schoss, ich vergaß. Mein lautes Stoßgebet am gestrigen Sonntag gegen 17:10 gen Stadiondach wurde erhört. Ich und Schoppe-muss-rin waren die Messiasse(Mehrzahl?), denn zahlreiche Alkoholbecher und feuchte Wangenküsse von Brüdern mit unzähmbaren Heilandrufen wie “Isch habs gewusst” und “des geschiedene Rescht, dene Drecksäck” wurden mir im Stehblock der Kofassarena zuteil. Eins schöner Sonntag sozusagen.

    Ihr Pater Braun

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