Der Atomprediger: Tebartz-van Elst nicht verbittert (dafür Duttmaier)

Gute Nachricht aus der niederbayerischen Benediktinerabtei Metten. Tebartz-van Elst, das Unschuldslamm Gottes, ist bereit zur Versöhnung mit dem verblendeten Limburger Pöbel.

Er sei nun wieder willens, in seine Residenz zurückzukehren, ließ er verlauten, und verspüre weder Bosheit noch Hass auf die Spinner, die ihn wegen unwesentlicher Details hinsichtlich der Errichtung einer von Demut und Bescheidenheit geprägten Begegnungsstätte auf die Soutane vomierten.

Restlos bedient hingegen Duttmaier. Seit Tagen sitzt er in der Werkstatt im Hinterhof und motzt. Die Insignie des Atompredigers, ein goldlackiertes Maurerkäppi mit Hartplastikschirm (Werbegeschenk), hat er tief ins Gesicht gezogen und den Kragen des zerschlissenen Blaumanns hochgeklappt. Kalt ist es auch, weil niemand die Heizung repariert.

9 Kommentare zu “Der Atomprediger: Tebartz-van Elst nicht verbittert (dafür Duttmaier)”


  1. 1Benedetto

    An Duttmaiers Eignung als Märtyrer möchte ich leise Zweifel anmerken.

  2. 2Silvia von Schweden

    Bei der Badewanne würde ich aber auch schnellstmöglich wieder nach Hause wollen, Herr Schoss.

  3. 3Pater Braun

    ..und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. 50 Fusssohlenstockhiebe für die, die ihm dann wieder folgen würden.

  4. 4textorama

    Ach Heizung, werter Herr Schoss, wozu hat Dutti denn Teilchen beschleunigt. Da wird´s auch warm bei. Auf geht´s! Plunder- oder Gottesteilchen, grad egal.

    Ihr textorama

  5. 5Pater Braun
  6. 6Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    ich verstehe den ganzen Rummel um Tebby und seine Paradiesbude nicht so ganz. Da versucht jemand etwas Bleibendes zu schaffen, ein von vielen herbeigesehntes Stück Unvergänglichkeit in unsere Welt zu zaubern, in diese technokratische Republik die schon lange verloren geglaubte blaue Blume der Romantik zurückzubringen, zum Sonderpreis. Und dann wird er von Schmalspurgehirnen, Erbsenzählern und Masturbationshelfern an den Pranger gestellt, an den diese – ich nenne sie mal Menschen – doch selber als Allerallererste gehörten. Ich frage Sie, könnten Sie heute die Pyramiden (aus der Nähe von diesem Zigarettenpapier) besuchen, wenn es damals schon diese selbstgerechte Kampfpresse gegeben hätte? Hätten wir die Möglichkeit in Versailles zu flanieren, wenn vor Baubeginn sogenannte aufrechte Demokraten mit spitzer Feder irgendwelche Kostenrechnungen aufgestellt hätten? Würden wir überhaupt noch Touristen haben, wenn es Neuschwanstein nicht geben würde, welches inflationsbereinigt wahrscheinlich ein Vielfaches an Kosten verschlungen hat, dafür aber auch schöner ist? Aha!

    Des Teufels Advokat
    Banquo

  7. 7Uebelhoehr

    Sehr geehrter Herr Banquo,

    sie sprechen mir aus der Seele.

    Herzlichst
    Ihr Uebelhoehr

  8. 8Erdge Schoss

    Trotz, werter Herr Benedetto, oder wegen des Goldlacks?

    Kann es, liebe Frau von Schweden, bei diesem Brackwetter Schöneres geben?

    Heilandzack, werter Pater Braun, haben Sie mich erschreckt! Dessen unbenommen empfehle ich, schon mal das Kantholz zu ölen.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  9. 9Erdge Schoss

    Bedauerlicherweise, werter Herr textorama, hat sich in Duttmaiers Exil bislang weder das eine noch das andere Teilchen verirrt. Vielleicht sollte der Atomprediger die Chaostheorie bemühen – oder einfach zum Bäcker gehen. Auch, weil’s da wärmer ist.

    
Sollte ich, werter Herr Banquo, in diesem Leben noch Kardinal von Limburg werden, ich würde Sie glatt zum Papst wählen!

    
Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

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