Mehr kompetenzfrei geht nicht: Das WM-Tagebuch von Fußballgott Inishmore, Bundespräsident der Herzen

Selbstverständlich können Sie den Kicker lesen, oder dies und das. Oder etwas ganz anderes. Machen Sie, was Sie wollen. Voraussagen aber kann ich: keiner führt kompetenzfreier durchs Ballsportspektakel in Übersee als Herr Inishmore, Fußballgott und Bundespräsident der Herzen.

Und das schätzungsweise seit 1930, als die WM noch ein Einladungsturnier war und kaum einer nach Südamerika fuhr, um sich in Uruguay von gekauften Schiedsrichtern vorführen zu lassen, weil klar war, dass nur Uruguay in Uruguay Weltmeister werden konnte. Womit die Brücke nach Brasilien geschlagen ist und Herr Inishmore das Wort hat:

Wird wohl wieder nichts
Deutschland ist endlich vereint. Im Glauben, dass unsere Mannschaft nach 1994, 1998, 2002, 2006 und 2010 erneut nicht Weltmeister werden wird. Anzeichen für das Scheitern gibt es bereits im Vorfeld: Man betrachte nur den Werbespot, in dem die Burschen um Jogi zu trübem Wetter mürrisch schweigend im grauen Outfit umhertraben.

Aus dem Off murmelt die blonde Betroffenheitsbankerin knapp an der Grenze zur Depression etwas von nicht erreichbarer Zufriedenheit. Gut, die Frau muss es wissen, denn sie arbeitet ja bei der Commerzbank. Dafür steht sie jeden Morgen auf und joggt hart gegen die ganz schlimm ungerechte Verteilung pekuniärer Mittel an, um wenig später Menschen wie Lukas Podolski marode Anleihen des 1.FC Köln (GARANTIERTE 1,5 % ZINSEN bei Gewinn der Champions League mit 5 Toren Unterschied im Finale) anzudrehen.

Weitere stichhaltige Gründe: In Brasilien ist es zu heiß, außer für Brasilianer und anderes Volk, das aus diesem Kontinenten in der Form einer umgedrehten Zipfelmütze stammt. Außerdem: Die Uhrzeit ist falsch.

Und was das alles mit Nicki, Thomas Müller, einer Elektronikfachmarktkette und Michael “The Wendler aka Der Wendler” Wendler zu tun hat, erklärt ab heute – schöner, neuer und kompetenzfreier denn je – Das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch.

11 Kommentare zu “Mehr kompetenzfrei geht nicht: Das WM-Tagebuch von Fußballgott Inishmore, Bundespräsident der Herzen”


  1. Werter Herr Schoss, wenn ich jemals den Posten des Sportministers zu besetzen habe, kassiere ich alle Bestechungsgelder und hieve dann trotzdem doch Sie ins Amt, Sie Teufelskerl!

    Ich werde mich bemühen, in den nächsten Tagen und Wochen dieser wahnvoll wunderbaren Lobhudelei gerecht zu werden. Sie sind der Hansi zu meinem Jogi und jetzt sollte ich wohl besser aufhören, bevor ich noch zutraulich werde. Schlag 12 geht der komplette Beitrag bei mir im Blog online, aber halten Sie es wie der Franzos’ und erwarten Sie besser nix. Zumindest, was diese Einführung irgendwie auch nur ansatzweise steigern könnte.

  2. 2Benedetto

    Großartig! Herr Inishmore, werden Sie live vor Ort sein?

  3. Werter Herr Benedetto,

    eine hervorragende Frage: selbstverständlich nicht. Ich lasse mir doch nicht von Eindrücken vor Ort meine untrügliche Ahnungslosigkeit verderben.

  4. 4textorama

    Mürrisch hin, werter Herr Schoss, mürrisch her. Aber immer schweißfrei und einwandfrei frisiert. Sicherlich dank 3Wetter-taft. Und dann auch noch passend von Schwarzkopf. Bei dem Mopp am Kopp. Das riecht nach Verschwörung.

    Hier riecht es nach Kaffee, der Sorte nach der die Engel eindeutig zu laut singen.

    Ihr textorama

  5. 5Silvia von Schweden

    Ist das der offizielle WM-Ball, Herr Inishmore?

  6. Wenn es doch nur so wäre, werte Frau Silvia! Mit diesem edlen Fußschmeichler konnte ich Ende der 70er zahllose Erfolge im knallharten 1gegen0 feiern und meine überragenden Leistungen im Elfmeterschießen ins leere Tor habe ich dabei noch unterschlagen!

  7. 7Silvia von Schweden

    Warum Herr Löw Sie nicht nominiert hat, ist mir unerklärlich.

  8. 8busfahrer

    scheisse erdge. wat bisse ima mit der kompfetenz am frei haben meinen?

    http://www.bild.de/sport/fussball/dragoslav-stepanovic/01-stepanovic-giftschlange-36338542.bild.html

  9. 9der Inder

    Wolle ganz frisch Bildzeitung kaufe?

  10. 10Banquo

    Lieber Herr Schoss, lieber Herr Inishmore,

    das Bild mit der – auf Grund der Farbgebung – sogenannten Schwedenpille erinnert mich auch an die Zeit, als ich meinem Großvater bei einem meiner gefürchteten Weitschüsse aus fünf Metern die Sehhilfe von der Nase rasiert habe und ihm anschließend von Dritten die Teilnahme an weiteren sportlichen Aktivitäten mit Bierflasche in der Hand für einen ganzen Abend verboten wurde.

    Nach zwei Kurzen war dann wieder auf dem Damm
    Banquo

  11. Gefürchtete Weitschüsse aus fünf Metern? Herr Banquo, sind Sie morgen zufällig im Stadion zu São Paulo, wenn Sepp Blatter die Eröffnungsrede hält? Ich hätte da einen Auftrag…

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