#WM 2014: Ein Stringtanga in den deutsch-portugiesischen Landesfarben

Im Schatten von Sportgroßereignissen hat die Regierung freie Fahrt. Während alle auf Bälle starren oder auf Medaillen hoffen, winkt die Volksvertretung ein fragwürdiges Gesetz nach dem anderen durch.

So wird nun beispielsweise wirksam, was 2012 in weniger als einer Minute vor fast leerem Plenarsaal zwischen zwei Europameisterschaftsspielen beschlossen wurde: die Novellierung des Meldegesetzes, nachdem Einwohnermeldeämter die Daten ihrer Schäfchen an jeden verkloppen dürfen, der “ein berechtigtes Interesse” vorgaukelt und bis zu 15 Euro pro Bürgerinformation bezahlt. In Zeiten klammer Verwaltungskassen ein nettes Zusatzgeschäft.

Einst musste man zur Datenherausgabe seine Zustimmung geben, jetzt gilt das nicht mehr. Wer’s nicht will, muss widersprechen. Und zwar Jahr für Jahr aufs Neue. Das machen nur wenige, da kaum einer davon weiß. Und selbst wenn: Wen interessiert’s?

Was sich so oder so ähnlich auch Elke dachte und pünktlich zum deutschen WM-Auftakt handelte. Kurz vor Spielbeginn ließ sie die vorbildlich von Dr. Bodo Stammler-Seidenschnatz getürkten Bilanzen Macken vorlegen, der sich vor einigen Monaten in die von ihr geerbte Firma mogelte. Wie erwartet, zeichnete dieser unbesehen ab.

Was gleichermaßen am bevorstehenden Anpfiff lag wie an der parallel angekündigten Aufführung seiner Muse Lucia, einer vollbusigen Prostituierten aus Bergamo, die verbindlich zugesagt hatte, die Partie in einem gewagten Stringtanga in den deutsch-portugiesischen Landesfarben ausdruckstanzend zu begleiten.

18 Kommentare zu “#WM 2014: Ein Stringtanga in den deutsch-portugiesischen Landesfarben”


  1. 1Uebelhoehr

    Sehr geehrter Herr Schoss,

    wann gibt es wieder Herrengedecke?

    Herzlichst
    Ihr Uebelhoehr

  2. 2Jesus Latschen

    Elke muss Bundeskanzlerin werden.

  3. 3Jesus Latschen

    Und Lucia auch!

  4. 4Silvia von Schweden

    Herr Stammler-Seidenschnatz könnte mal meine Steuer machen, Herr Schoss.

  5. 5textorama

    Ja, werter Herf Schoss, ja, diese Schweinebande die zu jedem sportiven Großereignis unpopuläre Gesetze durchzieht die einzig und alleine den Sinn haben den Bürger zu verschaukeln, zu finden ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Mag sein, dass ich nun etwas abgewichen bin, aber grundsätzliche ist das doch die gleiche Sch…e.

    Ihr textorama, wartend, auf das schwarze Gold.

  6. 6Benedetto

    Erst das Stimmvieh verarschen und dann im halbleeren Airbus zum Selfie mit Poldi, Schweini, Lahmi und Löwi – ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen könnte.

  7. 7Pater Braun

    Kam Sie denn dann? Ich meine Lucia, nicht Angela?

  8. 8Banquo

    Lieber Herr Schoss,

    hat Fräulein Lucia denn wenigstens im Keller getanzt, damit Macken in Ruhe das Spiel sehen konnte?

    Alles hat seine Zeit
    Banquo

  9. Ich, werter Herr Schoss, plane am 13. Juli übrigens die Absetzung des derzeitigen Bundespräsidentenschauspielers zu beantragen und umgehendst mich als Nachfolger zu ernennen. Vorausgesetzt, Deutschland kommt ins Finale und man lässt mich an einem Sonntag in den Bundestag. Drücken Sie mir die Daumen!

  10. 10busfahrer

    scheisse erdge. bei mir der im bus müssen der weiber auch ersma 15 euro bezahln sein damit der am wissen habn wo ich der am hinfahn tu.

  11. 11der Inder

    Wolle Haklefeucht kaufe?

  12. 12Dr. Walter Waßmuth

    Sehr geehrter Herr Schoss,
    ich kann nach Hause gehen,
    ich kann nach Hause gehen,
    ich kann nach Hause, Hause gehen!
    Wochenende! Aber erstmal lecker mit den Zehen in den Sandalen wackeln!
    Ihr Walter “Rollerking” Waßmuth

  13. Nichts gegen Lucia! Die haben wir rübergeholt! Holen lassen. Freiwillig! Oder so.

  14. 14Erdge Schoss

    In, werter Herr Doktor, Ihrem Beisl doch hoffentlich rund um die Uhr.

    Das, werter Herr Latschen, wäre Doppelspitze.

    Vielleicht, liebe Frau von Schweden, der beginn einer wunderbaren Freundschaft.

    Mit Herrn Sauron im Tor, werter Herr textorama, dürfte das Halbfinale drin sein. Ob’s allerdings für den ganz großen Wurf langt?

    Herzlich
    Ihr Schoss

  15. 15Erdge Schoss

    Dabei, werter Herr Benedetto, bitte nicht das Trinken vergessen. Ruhig auch mal Wasser.

    
Sie, werter Pater Braun, kam. Wie abgemacht in buntem Wäscheimitat.

    Entgegen, werter Herr Banquo, der ursprünglichen taktischen Ausrichtung soll Fräulein Lucia erst zur Halbzeitpause ein- und noch vor dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit wieder ausgewechselt worden sein. Angeblich gegen ein Fünf-Liter-Fass Hopfensaft.


    Das, werter Herr Inishmore, versteht sich von selbst. Meine Stimme haben Sie schon jetzt. Geht auch Briefwahl?


    Herzlich
    Ihr Schoss

  16. 16Erdge Schoss

    Für 15 Euro, werter Herr busfahrer, an die Mosel? Nur einfach oder hin und zurück?

    Wenn Sie, werter Herr Inder, wüssten, was ich den lieben, langen Tag alles kaufen soll. Man bräuchte ein Portmonee, groß wie ein Pferdeanhänger mit aufmontiertem Leiterwägelchen.

    Vorbildlich, werter Herr Waßmuth! Vollgetankt?

    Unter diesen Umständen, werte Herren Roberts, werden weite Teile dieser Boutique neu gestrichen werden müssen.

    Herzlich
    Ihr Schoss

  17. 17textorama

    Herr Sauron, werter Herr Schoss, hat Ahnung von Fußball? War der nicht geheimer Trainer von Herr Kahn?
    Wäre ja eine Möglichkeit…

    Ihr textorama

  18. 18Erdge Schoss

    Und, werter Herr textorama, Herr Kahn der Geheimtrainer von Herrn Sauron, der von Herrn Kahn einiges lernte, worauf es ihm gelang, seinen Turm immerhin bis 89. Minute sauber zu halten.

    Herzlich
    Ihr Schoss

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