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erdgeschossrechts: Ticker April ‘13 (Was sonst noch geschah: Opa Nikolov, Urlaubsende, Führergeburtstag)

Während der Übertragung einer Ballsportveranstaltung am Samstagnachmittag ist Boris im Wohnzimmer aus dem Sessel gefallen. Nach links. Genau wie Opa Nikolov, der im selben Moment und nur ein paar Kilometer entfernt einen Elfmeter hielt.

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Beim einwöchigen Urlaub in der hessischen Kurmetropole Bad Soden sind Mutter Uschi und Tochter Chloé-Nicole mehrfach die Füße eingeschlafen. Vor Langeweile. Schlaflose Nächte hingegen verbrachte Häuptling Brings an der türkischen Riviera nach einem folgenreichen Tritt auf einen Seeigel. Im Lazarett von Alanya. Wo er Brüderschaft trank mit der halben Belegschaft und mittlerweile auf türkisch bis vier zählen kann.

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Nicht mal vier Ehrenwachen brachten die Natur Pfreunde Düsseldorf zum 124. Führergeburtstag zusammen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: nicht mal eine. Weil Brunner, parteiintern für Kalenderpflege zuständig, statt dem 20. April den 20. Mai markierte.

Flieger, grüß mir die Sonne (2 / Zum Äußersten)

Taunus, Costa Brava von Mittelhessen. Bäderstadt an Bäderstadt, und mittendrin Uschi, eine erlebnishungrige Frisörin und Mutter von zwei halbwegs volljährigen Blagen, sowie eine der Blagen, Chloé-Nicole, seinerzeit im Exportrausch der Erzeuger auf den Namen eines Erotikfilm-Starlets getauft.

Seit mehreren Tagen suchen die beiden Bad Soden heim. Eine bis dahin besonders durch ihr hohes Aufkommen an beigefarbenen Anoraks auffällig gewordene Gemeinde mit ebensolchem Nachtleben.

Was Tochter wie Mutter an der Bar eines fast zentral gelegenen Hotels Abend für Abend mittels Schockbetankung auszublenden versuchen – und bis gestern Abend gelang, als ein schmierbäuchiger Handelsvertreter im havarierten Anzug Uschi umschwärmte, die mittlerweile zu allem bereit war. Wobei es zum Äußersten nicht kam, da der Handelsvertreter im Lift abususbedingt zusammensackte und sich zeitgleich erbrach, worauf Uschi ebenso kommentarlos wie schlingernd den Aufzug verließ.

Wenige Minuten später und knapp 3.000 Kilometer südöstlich trat Häuptling Brings strandnah auf einen Seeigel und fing sich eine Blutvergiftung ein.

Flieger, grüß mir die Sonne

Erdge Schoss, erdgeschossrechts: Flieger

Über die Kronen des weitgehend zu Brennholz verarbeiteten Restbannwalds rund um den Airport Mainhattan winken Uschi und Tochter Chloé-Nicole der männlichen Abteilung der Familie zu, die, sollte der Flieger nicht vorher abstürzen, auf dem Weg an die türkische Riviera sind.

Zur Wahl beim diesjährigen Urlaubshölzchenziehen stand noch Bad Soden im Taunus, wo Uschi und Chloé-Nicole die kommende Woche verbringen werden. Was so nicht vorgesehen war, hatte Uschi doch die Hölzchen präpariert, bei der Ziehung vor lauter Aufregung aber danebengegriffen.

Zum Festival der Liebe (2)

Wünsche sind zum Wünschen da, was Häuptling Brings auch zu diesem Festival der Liebe beherzigte und wieder unter einen blanken Tannenbaum gestarrt hätte, wäre er nicht kurz vor Ladenschluss selbst in den Bembel-Store geschwankt und hätte die neue Zweiliter-App in seinen iDiot geladen.

Erdge Schoss, erdgeschossrechts: Duttmaiers Weihnachtsschlitten Während Renate Seidenschnatz sich übrigens noch mehr hemmungslose Leibesübungen wünschte, wünschte sich Dr. Bodo Stammler-Seidenschnatz zurück in den Schrank, in den ihn einst Elke sperrte, die sich kürzlich bei der Weihnachtsfeier in einer Trendbar einen veritablen Tripper einfing. Mutmaßlich vom Ober, der seit August vorgibt, Grüßcousin eines iberischen Glamoursportlers zu sein, und sich so Nacht für Nacht ins Finale mogelt.

Brunner wiederum, der seit seinem missglückten Hymnenvorschlag vor zwei Monaten in einem fensterlosen Kerker dahinvegetiert, wünschte sich vom Weihnachtsmann, von der Parteileitung nicht standrechtlich erschossen zu werden. Was prompt erfüllt wurde, da der Parteileitung nach deutschem Rind, Schwein, Fasan und Stallhasen aus Verdauungsgründen heute Abend nach Hitler-Punsch a la Brunner ist.

Einen Hauch von Nichts wünschte sich Femke von Arno und erhielt genau das, als Arno nicht am Heiligabend, sondern erst am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertags mit leeren Händen vor ihr stand.

Tschetnik beim Friedensheer

Euphorisiert von herausragenden Leistungen bei martialischen Schießspielen am Computer, bewarb sich Cordt im Frühjahr beim bundesdeutschen Friedensheer als Tschetnik und erhielt seine Unterlagen sechs Wochen später mit militärischem Gruß zurück.

Gescheitert zudem als Parkdenunziant am Airport Mainhattan, Teilzeitnikolaus auf dem Dach der Gaststätte “Zum Landkoch”, Zugleiter mit Abschlusszeugnis und Fastfastnachtsprinz war er von da an bereit und willens, in diesem Leben nicht mehr am Arbeitsprozess teilzunehmen. Was sein Erzeuger im letzten Moment zu durchkreuzen wusste.

Über eine Vielzahl windiger Verbindungen verschaffte er seinem blasshäutigen Spross einen Job, bei dem er den ganzen Tag vor dem Bildschirm hängen, einen Kopfhörer mit angeschraubtem Mikrophon tragen und über Leben und Tod entscheiden kann. Als Servicemitarbeiter am Telefon der Deutschen Telekom, Abteilung Störungsannahme.

erdgeschossrechts: Ticker (Juni ‘12)

Heute um Mitternacht wird es wieder soweit sein: In der Küche des Winzerhofs fällt Henri auf die Knie und dankt dem Herrn, dass die Spargelsaison vorbei ist. Bis zum nächsten Frühjahr will er das Zeug nicht mehr sehen und säuft zur Feier der Nacht bis zum Morgengrauen mit Selma Weißweine, bis beide so hackeblau sind, dass sie am Küchentisch einschlafen.

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Erdge Schoss, erdgeschossrechts: iDiot by Bembel Apropos Küchentisch: Familie Brings ist voll zufrieden mit dem diesjährigen Sommerurlaub, den sie ebenda verbrachten und dabei ihre nagelneuen iDiots wechselweise anstarrten, betatschten sowie Äpps hoch- und sofort wieder runterluden. Leise Kritik gab es nur von Tochter Chloe-Nicolé, die sich im Vergleich zu vorhergehenden Urlauben insgesamt etwas unterstimuliert fühlte.

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Was wiederum Elke von sich nicht behaupten kann, die schon wenige Tage nach dem Auftakt eines Mittelmeertörns auf dem besten Weg zu maximaler Befriedigung ist und sich bei einem denkwürdigen Gangbang mit zwei Dritteln der Crew quasi ins goldene Buch des Schiffes eintrug. Wovon ihr Gatte Lothar dank der segensreichen Wirkung frühabendlich verabreichter K.o.-Tropfen nichts erfuhr, sich zugleich aber nicht erinnern konnte, eine Hochzeitsreise jemals derart verschlafen zu haben.

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Boris ist schon aufgeregt: nur noch sechs Monate bis Heiligabend.