Archiv für die 'Brunners Welt' Kategorie

erdgeschossrechts: Ticker April ‘13 (Was sonst noch geschah: Opa Nikolov, Urlaubsende, Führergeburtstag)

Während der Übertragung einer Ballsportveranstaltung am Samstagnachmittag ist Boris im Wohnzimmer aus dem Sessel gefallen. Nach links. Genau wie Opa Nikolov, der im selben Moment und nur ein paar Kilometer entfernt einen Elfmeter hielt.

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Beim einwöchigen Urlaub in der hessischen Kurmetropole Bad Soden sind Mutter Uschi und Tochter Chloé-Nicole mehrfach die Füße eingeschlafen. Vor Langeweile. Schlaflose Nächte hingegen verbrachte Häuptling Brings an der türkischen Riviera nach einem folgenreichen Tritt auf einen Seeigel. Im Lazarett von Alanya. Wo er Brüderschaft trank mit der halben Belegschaft und mittlerweile auf türkisch bis vier zählen kann.

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Nicht mal vier Ehrenwachen brachten die Natur Pfreunde Düsseldorf zum 124. Führergeburtstag zusammen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: nicht mal eine. Weil Brunner, parteiintern für Kalenderpflege zuständig, statt dem 20. April den 20. Mai markierte.

Wer wird demnächst über die Klinge springen? (2)

Kurz nach Neujahr 2007 versuchte sich meine damalige Nachbarin Sabine am Suizid, scheiterte jedoch auf den letzten Metern.

Anders zwei Herren, welchen mehr Glück zuteil wurde: Claus, der das Kunststück vollbrachte, sich mit einem Kopfkissen zu ersticken, und der unscheinbare, stille und stets blasse Herr Alfred, der mit gnädiger Unterstützung einer Narrenkappe seiner Existenz als national floraler Spaßwart ein Ende bereitete.

Unfreiwillig vom Hier und Jetzt verabschiedeten sich hingegen die russischen Stiernacken Vsevolod und Aleksandr sowie der Hotelier Ashley Soundso und Bruno, tragischer Jäger seines verlorenen Schatzes. Die einen infolge einer unglücklich verlaufenen Fahrzeugverfolgung im polnischen Wintermoor, die anderen bei hochsommerlichen Temperaturen in der Karibik zu Wasser und im Wasserbett. Wovon die albanischen Leiharbeiter Rezart und Shpend nicht einmal zu träumen wagten, als sie unlängst in einem Feuerball den Mainhattaner Hafen vorweihnachtlich illuminierten.

Nicht zu vergessen: Bettina Riemenschneider, Grand Dame des nordhessischen Ausdruckstanzes, deren finale Darbietung seenah im Spätsommer 2011 aufgrund eines im Sand vergessenen Starkstromkabels in einer funkensprühenden Schlusspirouette gipfelte.

Mainhattaner Puppenkiste: 80 Jahre Reichskanzler

Für die Natur Pfreunde Düsseldorf (NPD) gab es endlich wieder was zu feiern. Zum 80. Jahrestag der Machtergreifung hatten sie sich etwas Besonderes ausgedacht, bei dem sich diesmal keiner verletzte.

Und auch nicht verlief, da die Veranstaltung nicht draußen bei Brackwetter stattfand, sondern drinnen, genauer: im Partykeller vom Schüttlers Rudi, wo sich die Partei in voller Mannstärke versammelte: Prof. Gert-Gunnar Bölthorn, Dr. Giselher Alviss, Brunner, der Distelmeiers Jochen und der Schüttlers Rudi natürlich auch.

Einstudiert wurde der Fackelzug anno dazumal am Brandenburger Tor. Als Puppenspiel. Brunner war zuvor abkommandiert worden, einen Sack voll Big-Jim-Figuren zu kaufen, weil die das mit dem Arm so schön können. Dazu nähte der Distelmeiers Jochen Uniformen bis ihm die Finger bluteten und malte Kronenkorken zu Schirmmützen um.

Die beiden Plätze vor der Puppenkiste waren reserviert für Bölthorn und Alviss, der Rest drückte hinter den Kulissen zum Originalsoundtrack von 1933 die Rückenmechanismen der Figuren, bis diese glühten und die Vorhänge Feuer fingen.

Geistesgegenwärtig griff der Schüttlers Rudi zum bereitstehenden Kartoffelpunsch, worauf der Partykeller komplett ausbrannte. Die nächste Veranstaltung soll dann wieder unter freiem Himmel stattfinden.

Silvester (Was sonst noch geschah)

Ich hoffe, Sie hatten ein grenzgrandioses Entree ins neue Jahr mit allem Pipapo. Und keinen Schlagbohrer dabei. Wie Duttmaier.

Wie er das Gerät in die Silvesterfeier der Kreishandwerkerschaft hineinschmuggeln konnte, ist noch immer unklar. Einwandfrei war es jedoch Duttmaier jr., der den Alten im letzten Augenblick davon abhielt, in Ermangelung selbstmitgebrachten Feuerwerks die Starkstromleitung im Keller anzubohren.

Im Schbricz Schbradcz begann der Silvesterabend mit einem Gottesdienst mit Bobečz “Longski Dongski” Freischwinger als Papst Herrenreiter IV. und Voxy Vroni als Privatsekretär Anselm.

Aufgrund eines mehrwöchigen Dauerrauschs vor und nach dem letztlich ausgefallenen Weltuntergang verschlief Baptiste Silvester komplett, erwachte gestern Vormittag aber gutgelaunt, kann sich bis zur Stunde jedoch nicht erinnern, woher er kommt und wo er hin wollen könnte.

An den Neujahrsfeierlichkeiten ebenfalls nicht teilnahmen die Natur Pfreunde Düsseldorf, kurz NPD, aufgrund der verheerenden Wirkung von Brunners Kartoffelpunsch, der Parteileitung wie Fußvolk bis zum Nachmittag des 1. Januar blitzkriegsgleich an die Latrinen kettete. Womit Brunner seinen parteiinternen Aufstieg für die nächsten tausend Jahre wohl ad acta legen kann.

Zum Festival der Liebe (2)

Wünsche sind zum Wünschen da, was Häuptling Brings auch zu diesem Festival der Liebe beherzigte und wieder unter einen blanken Tannenbaum gestarrt hätte, wäre er nicht kurz vor Ladenschluss selbst in den Bembel-Store geschwankt und hätte die neue Zweiliter-App in seinen iDiot geladen.

Erdge Schoss, erdgeschossrechts: Duttmaiers Weihnachtsschlitten Während Renate Seidenschnatz sich übrigens noch mehr hemmungslose Leibesübungen wünschte, wünschte sich Dr. Bodo Stammler-Seidenschnatz zurück in den Schrank, in den ihn einst Elke sperrte, die sich kürzlich bei der Weihnachtsfeier in einer Trendbar einen veritablen Tripper einfing. Mutmaßlich vom Ober, der seit August vorgibt, Grüßcousin eines iberischen Glamoursportlers zu sein, und sich so Nacht für Nacht ins Finale mogelt.

Brunner wiederum, der seit seinem missglückten Hymnenvorschlag vor zwei Monaten in einem fensterlosen Kerker dahinvegetiert, wünschte sich vom Weihnachtsmann, von der Parteileitung nicht standrechtlich erschossen zu werden. Was prompt erfüllt wurde, da der Parteileitung nach deutschem Rind, Schwein, Fasan und Stallhasen aus Verdauungsgründen heute Abend nach Hitler-Punsch a la Brunner ist.

Einen Hauch von Nichts wünschte sich Femke von Arno und erhielt genau das, als Arno nicht am Heiligabend, sondern erst am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertags mit leeren Händen vor ihr stand.

erdgeschossrechts: Ticker November ‘12 (Was sonst noch geschah)

Bauschaumtycoon Lulëzim Shkëlzen fand für seine nichtsnutzen Brüder aus der albanischen Tundra eine neue Aufgabe. Für eine Baumarktkette sprühen sie in der ungeheizten Lagerhalle Nordmanntannen aus Bauschaum, die sie mit hochgiftigen Lacken vom Balkan weihnachtlich trimmen.

Was eingedenk der Dämpfe mittlerweile nur noch liegend funktioniert. Während Rezart sich seit gestern Nachmittag für einen singenden Bauschaumtannenbaum hält, schweigt Shpend mit schafsgleich starrem Blick und schwenkte wenig später vom Inhalieren auf Infusion.

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Wie nicht anders zu erwarten, fällt das Wintermanöver der Natur Pfreunde Düsseldorf aus. Dr. Giselher Alviss, Juniorpartner der in Rechtsfragen seit fast tausend Jahren versierten Kanzlei Bölthorn, Alviss & Kader, ist es zu kalt und der Schüttlers Rudi simuliert Grippe. Einzig Brunner hätte wollen wollen, darf aber nicht, weil er noch immer im Kerker sitzt und an Silvester erschossen werden soll.

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Bei ihrem jüngsten und endlich im Vordertaunus über die Motorhaube gegangenen Ausritt mit einem Hengst aus der Börsenabteilung hat Elke sich die Backen verbrannt und die Nippel verkühlt.