18. November 2011 von Erdge Schoss
Einem Gehörsturz nahe, behauptete Jahrhundertchansonnier Viktor Vaudeville am Morgen nach der letzten Nacht mit seiner neuen Verlobten, dass die Trauringe aus lupenreinem Katzengold “dummerweise” auf der anderen Seite des Teiches lägen.
Woraufhin Conchita de Torres, in Liebe entflammt, Vaudeville eine nicht unbeträchtliche Summe aushändigte, die dieser sofort zum Flughafen trug und ein Ticket erwarb sowie [...]
9. November 2011 von Erdge Schoss
Im Führerhauptquartier der Natur Pfreunde Düsseldorf brennt der Baum. Grund: die mit Vollgas in den Sand gesetzten Feierlichkeiten zum 88. Jahrestag des Marschs auf die Feldherrnhalle.
Statt des ursprünglich geplanten Reichsfackelzugs über die Zeil mit anschließender Kranzniederlegung vor dem Eingang des Pupu la Musch stand spontan die rücksichtslose Vernichtung hochprozentiger Alkoholika auf der Tagesordnung, weil Brunner [...]
7. November 2011 von Erdge Schoss
Noch immer sitzt Vaudeville in Panama fest. Was einerseits an der landestypischen Getränkeauswahl liegt, andererseits aber auch an der knappen Barschaft, die nicht einmal für ein Busticket bis zum Flughafen langt.
Da sich seine Spanischkenntnisse auf rein druckbetankungspeitschende Vokabeln, Danke sowie das Betteln um den Zimmerschlüssel eines Fräuleins namens Conchita beschränkt, die ihn regelmäßig verleugnet, ist [...]
27. September 2011 von Erdge Schoss
Die gute Nachricht zuerst: Boris wurde Zeuge eines Fußballfests mit vielen Toren, über die er ausnahmslos jubelte, was beim 1:0 für den Gegner zwar für irritierte Blicke im Fanblock sorgte, aber keine weiteren Konsequenzen hatte, da sich niemand mit der Figur in der schichtenreich verkrusteten Übergangsjacke anzulegen gedachte.
Schon der Ordnungsdienst hatte davon abgesehen, Boris [...]
24. September 2011 von Erdge Schoss
Du bist nicht wirklich betrunken, wenn du auf dem Boden liegen kannst, ohne dich festhalten zu müssen.
23. August 2011 von Erdge Schoss
Kreditkarte, Handsprechfunkgerät, Kulturbeutel und Koffer lagen im Wagen, von dem Baptiste auch am nächsten Morgen nicht wusste, wo er sich befand. Die Nacht hatte er bei klirrender Sommernachtskälte in einem Heuschober am Ortsausgang verbracht, zu dem er sich widerrechtlich Zugang verschafft hatte.
Im nahegelegenen Metzgerladen, in dem er zwecks Gesprächsanbahnung zwei Kilo Rinderhack erwarb, erfuhr er [...]