Tag-Archiv für 'poesie'

Wer wird demnächst über die Klinge springen? (2)

Kurz nach Neujahr 2007 versuchte sich meine damalige Nachbarin Sabine am Suizid, scheiterte jedoch auf den letzten Metern.
Anders zwei Herren, welchen mehr Glück zuteil wurde: Claus, der das Kunststück vollbrachte, sich mit einem Kopfkissen zu ersticken, und der unscheinbare, stille und stets blasse Herr Alfred, der mit gnädiger Unterstützung einer Narrenkappe seiner Existenz als [...]

Faulheit

Endlich muss ich dir
Auch ein kleines Loblied bringen!
O!. . . Wie. . . sauer. . . wird es mir
Dich nach Würde zu besingen!
Doch ich will mein Bestes tun:
Nach der Arbeit ist gut ruhn.
Höchstes Gut, wer dich nur hat,
Dessen ungestörtes Leben. . .
Ach!. . . ich gähn!. . . ich. . . werde matt.
Nun, so magst [...]

Die Scheiße mit der Scheiße

Herr Oliver besitzt eine entzückende Hazienda unweit der lieblichen Kapitale Nordrhein-Westfalens. Umrahmt von Büschen, Bäumen und einer Wiese mit einem Olivenbäumchen, das immer im Weg steht.
Von der Wiese hat man einen freien Blick zur Zufahrt des Anwesens, einem von fein geschnittenen Hecken und Rosen gesäumtem Pfad. Lange Zeit eine Zierde, die mittlerweile kaum beschissener [...]

Zum Hören stellst du dich davor

und hältst dabei dein rechtes Ohr
vor jene Öffnung an der Wand
derweil du mit der linken Hand
das lose Instrument erfasst
und links ans Ohr geführet hast
Beim Sprechen bleibet wie zuvor
das lose Instrument am Ohr
Gesprochen wird in jenes Loch
das am Gehäuse gähnt.

Vollrad Wollweber, Volksdichter, schlaggenau
am 26. Oktober 1861 zur Erfindung des Telefons.

Im Tor, da steht ein Saarländer

Bereits während der paneuropäischen Bolzplatzspiele illuminierte seine Poesie das Treten nach der ummantelten Schweinsblase.
Und zur neuen Ballsportsaison geht’s gerade so weiter. Lyrik wie Tiki-Taka, von Fußballgott Inishmore virtuos eingenetzt. Jahrhundertkunst. Wie auch sein jüngstes Oeuvre zum Fest des gestrigen Abends, das auf Litfasssäulen rund um den Globus gehört.
JA, LECK MICH DOCH AM BEMBEL
Tabellenführer [...]

Poesie (liegend)

Stehen statt laufen.
Sitzen statt stehen.
Liegen statt sitzen.
“Poesie, Baptiste! Und wie soll ich jetzt einschenken?”
“Du musst nur wollen, Schoss!”