16. Januar 2013 von Erdge Schoss
Konnte man bei der Scheißdreckshitze komplett vergessen. Viktor Vaudeville war nur froh, auf allen Vieren endlich aus dem Bus zu krabbeln, dessen Klimaanlage auf 2.088 Kilometern nur für fünf funktionierte.
Und selbst das war gelogen. Der Anzug klebte ihm am Körper und in den Schuhen war kein Sand von Hawaii. Viktor hasste dieses Lied wie kein [...]
18. November 2012 von Erdge Schoss
“Als ob die nichts Besseres zu tun hätten …”
“Wer, Montgolfier, wer?”
“Die Durchgeknallten am und im Gaza-Streifen.”
“Dieses Bomberei und der Schießscheißdreck. Wann gibt es dort endlich Ruhe?”
“In knapp vier Wochen, Charles.”
“Wegen Weihnacht?”
“So ähnlich.”
8. November 2012 von Erdge Schoss
Herr Oliver besitzt eine entzückende Hazienda unweit der lieblichen Kapitale Nordrhein-Westfalens. Umrahmt von Büschen, Bäumen und einer Wiese mit einem Olivenbäumchen, das immer im Weg steht.
Von der Wiese hat man einen freien Blick zur Zufahrt des Anwesens, einem von fein geschnittenen Hecken und Rosen gesäumtem Pfad. Lange Zeit eine Zierde, die mittlerweile kaum beschissener [...]
24. September 2012 von Erdge Schoss
Den Berg hinauf, damit man ihn wieder runterwackelt. Wozu der Scheiß, wenn man gleich unten bleiben kann, ein schönes Restaurant gefunden hat und sich bei Weitblick schön einen reinleuchtet?
Die Kräfte eines Menschenlebens sind begrenzt. Mit mittlerweile Jahren an der Zahl weiß ich, was das heißt. Mut zur Langsamkeit. Und nicht jedem Mist hinterherrennen, nur [...]
11. September 2012 von Erdge Schoss
“Dem geht’s soweit gut, Charles.”
“Obwohl es damals angeblich so verheerend getroffen wurde von einer kompletten Boeing, fast 50 Meter lang und knapp zwölf Meter hoch?”
“Alles relativ, Charles. Das Einschlagsloch war nur lenkraketengroß. Und vor Ort gab es weder Flugzeugtrümmer noch Leichen.”
“Amerikanische Gründlichkeit, Montgolfier?”
“Wenn man so will: ja. Weswegen das entführte Flugzeug, das möglicherweise längst keines [...]
3. September 2012 von Erdge Schoss
Während Boris die mit dem Gitarrenbuch erworbenen und speziell für Heavy-Metal-Spielweisen entwickelten Basssaiten durch die Tonlöcher der Fujara fädelte, verknackste Selma sich beim Joggen im warmen Licht des frühen Morgens den Knöchel.
Weswegen ich jetzt den Koffer packe, um für einige Tage auf dem Winzerhof auszuhelfen. Da die Experten vom Straßenbauamt bei Aushubarbeiten zur Erneuerung [...]